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    Die Nationalflagge Serbiens

    Serbischer Außenminister: Kein EU-Beitritt Serbiens, wenn er Moskau ärgert

    © AFP 2019 / Andrej Isakovic
    Politik
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    Belgrad ist nur dann an einem Beitritt zur Europäischen Union interessiert, wenn ein solcher Schritt die Beziehungen zu Russland nicht verderbe, wie der Serbiens Außenminister Ivica Dačić erklärte.

    Laut dem Diplomaten will sich Serbien der EU anschließen, weil das den Interessen des Staates entspricht.

    „Wir sind ein Land, das geografisch und auch politisch zu diesem Teil Europas gehört, aber das darf keinesfalls zum Schaden unserer guten Beziehungen zu Russland geschehen“, sagte Dačić auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.

    Wie der serbische Außenminister weiter erklärte, schließt sein Land einen Beitritt zur Nato aus. Belgrad verfolge weiterhin eine Politik der militärischen Neutralität.

    Die ersten ernsthaften Schritte zu einem EU-Beitritt hatten die serbischen Behörden 2012 unternommen, als das Land den offiziellen Status eines Aufnahmekandidaten erhielt. Indessen versucht Belgrad, die internationale Anerkennung der autonomen Provinz Kosovo zu verhindern, die jedoch von Seiten Europas eine Hauptbedingung für die Aufnahme in die EU ist.

    Im Dezember 2015 begannen Serbien und die EU mit der Umsetzung zweier Kapitel des Verhandlungsdossiers über den EU-Beitritt des Landes. Kapitel 32 ist der Finanzkontrolle gewidmet, Kapitel 35 der Normalisierung der Beziehungen mit dem Kosovo.

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    Tags:
    EU, Serbien, Russland