SNA Radio
    Alparslan Celik, stellvertretender Kommandeur der Syrischen Turkmenenbrigade mit Fallschirmteilen des erschossenen russischen Piloten

    Kreml zu Verhaftung von Pilotenmörder Çelik in Türkei: Anschuldigungen noch unklar

    © REUTERS / Stringer
    Politik
    Zum Kurzlink
    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)
    14836
    Abonnieren

    Wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, zur Meldung über die Festnahme des mutmaßlichen Mörders des Su-24-Piloten in der Türkei erklärte, möchte Russland Angaben zum Wesen der Anklage und zur Deutung dieses Verbrechens erhalten.

    „Hier muss man über eine Information zur Anklage verfügen, warum er festgenommen wurde, wessen dieser Mann beschuldigt wird und wie der Mord, den er verübt hat, von den türkischen Staatsanwälten gedeutet werden wird. Das wissen wir bisher nicht“, sagte Peskow der Presse.

    „Als schuldig kann ihn das Gericht betrachten. Im gegebenen Fall geht es doch darum, dass sich dieser Mann selbst zur Tat bekannt hat. Im Übrigen wage ich es nicht, irgendwelche Schlüsse zu ziehen. Das wäre einfach nicht richtig“, ergänzte er.

    Peskow äußerte ein weiteres Mal seine Überzeugung, dass die Schuldigen am Tod des Piloten bestraft werden würden. Dabei verwies er darauf, dass es seitens der Türkei nicht einmal die Andeutung eines Bekenntnisses der Schuld am Abschuss des Jets gegeben habe.

    Laut einer Quelle in der türkischen Polizei ist der Kämpfer Alparslan Çelik, der die Verantwortung für die Ermordung des russischen Su-24-Piloten Oleg Peschkow übernommen hatte, tatsächlich in Izmir im Westen der Türkei verhaftet worden. Den türkischen Medien zufolge soll der Kämpfer mit seinen Freunden gleich nach der Rückkehr aus Syrien festgenommen worden sein, wo er gegen die Regierungstruppen gekämpft hat. Die Polizei soll ein Kalaschnikow-Schnellfeuergewehr, zwei Pistolen und Munition sichergestellt haben.

    Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei hatten sich nach dem Vorfall mit der Su-24, die die türkische Luftwaffe in Syrien abgeschossen hatte, zugespitzt. Der Pilot Oleg Peschkow konnte sich katapultieren, wurde dann aber am Fallschirm hängend vom Boden aus erschossen. Der russische Präsident Wladimir Putin nannte das einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen“ und verfügte Maßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit sowie wirtschaftliche Sondermaßnahmen gegenüber der Türkei.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Russischer Kampfjet an türkisch-syrischer Grenze abgeschossen (204)

    Zum Thema:

    Türke bekennt sich zu Mord an russischem Su-24-Piloten – Medien
    Russland fordert von Türkei Sofortmaßnahmen zur Ergreifung von Piloten-Mörder
    Jagd auf Mörder des russischen SU-24-Piloten eröffnet – Medien
    Erdogan erstaunt: Zwei Piloten bedeuten Russland mehr als Freundschaft mit Türkei
    Tags:
    Su-24, Oleg Peschkow, Alparslan Çelik, Türkei, Russland