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    Migrationsdeal mit Türkei: EU-Parlament fordert Abschiebungsstopp für Flüchtlinge

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    Die Vorsitzende des Menschenrechts-Unterausschusses des Europäischen Parlaments, Elena Valenciano, hat die Europäische Union am Montag aufgerufen, die Abschiebung illegaler Migranten in die Türkei unverzüglich auszusetzen, solange es keine gebührenden juristischen und humanitären Garantien für diese Menschen gibt.

    „Die EU muss die Ausweisung in die Türkei unverzüglich stoppen, bis gebührende juristische und humanitäre Garantien auf effektive Weise geschaffen worden sind“, zitiert der Pressedienst des Unterausschusses Valenciano.

    Die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder hatten sich am 18. März mit der Türkei auf einen gemeinsamen Plan zur Überwindung der Migrationskrise geeinigt. Die diesbezüglichen Vereinbarungen werden seit dem 20. März erfüllt. Es geht unter anderem um die Rückführung aller illegalen Migranten, die von der Türkei nach Griechenland gekommen waren, und die Aufnahme legaler syrischer Migranten aus der Türkei nach dem „Eins-gegen-Eins“-Prinzip.

    Europa erlebt zurzeit die schwerste Migrationskrise seit dem zweiten Weltkrieg, die vor allem auf mehrere bewaffnete Konflikte sowie auf  Wirtschaftsprobleme in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas zurückzuführen sind. Nach Angaben der EU-Grenzbehörde Frontex sind im Jahr 2015 insgesamt 1,8 Millionen Migranten in die Europäische Union eingereist. Die meisten von ihnen sind über die Türkei nach Griechenland und von dort aus in andere Länder EU gekommen.

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