13:22 11 Dezember 2019
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    Panama Papers: Kreml enttäuscht über Qualität des Journalismus

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    Enthüllungen der „Panama Papers“ (30)
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    Der Kreml zeigt sich enttäuscht über die jüngsten Steuerenthüllungen aus der Steueroase Panama. Laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow lässt die Qualität der journalistischen Recherchearbeit im Fall „Panama Papers“ viel zu wünschen übrig.

    Die Daten aus den „Panama Papers“, laut denen Politiker und Prominente in Steueroasen mithilfe von Briefkastenfirmen Finanzgeschäfte betreiben, sind unter anderem von dem Internationalen Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) ausgewertet worden.

    „Freilich hatten wir von diesem journalistischen Netzwerk mehr Qualität erwartet“, sagte Peskow am Montag. Er erinnerte daran, dass der Kreml bereits vor einer Woche davor gewarnt habe, dass das ICIJ eine mediale Desinformationsattacke gegen Präsident Wladimir Putin und dessen Familie vorbereite.

    Die nun veröffentlichten „Enthüllungen“ enthalten „nicht so viel Neues, so dass ich nur meine Enttäuschung äußern kann“, sagte der Kreml-Sprecher. Im Fall ICIJ „gehört die Tradition des investigativen Qualitätsjournalismus der Vergangenheit an“.

    Obwohl Putin in den veröffentlichten Informationen nicht direkt beschuldigt werde, „ist für uns offensichtlich, dass unser Präsident das Ziel dieser Desinformationen ist, insbesondere mit Blick auf die anstehenden Parlamentswahlen und die Präsidentenwahlen in zwei Jahren“, so Peskow.

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    Panama Papers, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Russland