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06:49 21 September 2019
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    Russlands Präsidentensprecher Dmitri Peskow

    Kreml-Sprecher zu Panama Papers: Bazillus der Putin-Phobie greift im Westen um sich

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    Der Sprecher des Präsidenten der Russischen Föderation, Dmitri Peskow, hat am Dienstag klargestellt, was er mit dem „Bazillus der Putin-Phobie“ in den Publikationen der Weltpresse über die Ermittlungen zu Offshore-Geschäften gemeint hatte: Der Name des russischen Präsidenten wird nirgends erwähnt, doch gerade er steht im Fokus der Medien.

    In einem erneuten Kommentar zu den so genannten Panama Papers verwies Putins Pressesprecher darauf, dass diese Materialien „auch über andere Politiker, über Vertreter anderer Berufsgruppen viele Informationen enthalten, die mit den Staats- und Regierungschefs anderer Staaten verbunden sind.“

    „Aber gewiss wird kaum jemand die Tatsache bestreiten können, dass die Medien der Welt – die Printmedien wie die elektronischen – sich auf völlig unerklärliche Weise auf unser Land und auf unseren Präsidenten konzentriert haben“, sagte der Kreml-Sprecher.

    „Gerade das meinten wir, als wir von einem ‚Bazillus der Putin-Phobie‘ sprachen, der viele in der westlichen Gesellschaft befallen hat“, unterstrich Peskow.

    Ihm zufolge „gibt es hier noch eine erstaunliche, aber offensichtliche Tatsache – wenn wir es richtig verstanden haben: Direkt in den entwendeten Dokumenten figuriert Putin nicht, er wird auch in keiner Weise erwähnt. Als wir die Worte ‚an den Haaren herbeigezogen‘, ‚falsifiziert‘, ‚fabriziert‘ gebraucht haben, meinten wir, dass all dies gerade auf jemandes Anweisung hin in die Hülle einer Putin-Phobie gesteckt worden sei“, stellte der Kreml-Sprecher klar. Er ist davon überzeugt, dass dies den Tatsachen entspreche.

    „Hier geht es zu unserem Bedauern nicht um eine objektive Darlegung der Informationen über gestohlene Daten zu Offshore-Konten irgendwelcher Unternehmer“, so Peskow. Er verwies auf die Tatsache, dass „Offshore-Konten eine legale Erscheinung sind, und Unternehmen gegen keinerlei Gesetze verstoßen, wenn sie Offshore-Konten und Offshore-Unternehmen nutzen.“ „Das ist die Realität und Praxis in der Wirtschaft, in unserem Land ist es Unternehmern nicht untersagt, Offshore-Konten zu führen. Aber was hat Putin damit zu tun? Und das alles wird nur durch das Prisma Putin vermittelt. Gerade hier äußert sich der Nichtprofessionalismus, die Lüge, eben jene Kampagne, von der wir sprechen“, so der Sprecher des russischen Staatschefs.

    Es sei eine Kampagne „persönlich gegen Präsident Putin“.

    Von einer „Putin-Phobie“ sprach der Kreml-Sprecher am Montag, als er die so genannten Panama Papers kommentierte. „Es ist offensichtlich, dass der Grad der Putin-Phobie im Ausland dermaßen hoch geworden ist, dass es dort so gut wie a priori unzulässig ist, von Russland, von den Erfolgen und Handlungen Russlands etwas Gutes zu sagen.“

    „Mir ist klar, dass dort auch die Namen anderer Staats- und Regierungschefs, Sportler usw. figurieren. Trotzdem ist offensichtlich, dass sich diese Informationseinwürfe in erster Linie gegen unser Land und persönlich gegen den Präsidenten Putin richten", so Peskow.

    In einer früheren Erklärung nannte er die geplante Publikation des Media-Konsortiums mit der Erwähnung Putins einen „unverhüllten Einwurf“, berufen, den russischen Staatschef zu diskreditieren. Der Pressesprecher betonte, dass der Kreml das „extra aus eigener Initiative“ mitteile, um seine negative Position zu all dem zu verdeutlichen.  Er schloss nicht aus, gegen derartige den Namen des Präsidenten verunglimpfende „Informationsangriffe“ gerichtlich vorzugehen.

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    Panama Papers, Dmitri Peskow, Wladimir Putin