19:07 27 Februar 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Tschechien muss nach dem Vorbild Ungarns, Polens und der Slowakei die Erfüllung der EU-Aufnahmequoten für Flüchtlinge ablehnen, wie der Präsident des Landes, Miloš Zeman, meint. Dies teilte die tschechische Nachrichtenagentur ČTK mit.

    „Die mit der Unterbringung christlicher Flüchtlinge in der Tschechischen Republik verbundene Erfahrung ist uns eine Lehre. Man muss das Quotenprojet als solches stoppen“, zitierte der Pressesprecher des Präsidenten, Jiří Ovčáček, Zemans Worte.

    Ovčáček reagierte damit auf die Abreise von 25 irakischen Flüchtlingen nach Deutschland, die Tschechien in Jihlava untergebracht hatte. Die deutsche Polizei hatte anfangs von ihren tschechischen Kollegen verlangt, die Flüchtlinge zurückzunehmen, dann aber diese Forderung annulliert und die Bearbeitung ihrer Asylanträge eingeleitet.

    „Ich denke, das demonstriert deutlich die Absurdität der Quoten, die in Brüssel bestätigt wurden“, äußerte Ovčáček.

    Laut dem Pressesprecher unterstützt Miloš Zeman die Position des tschechischen Innenministers Milan Chovanec, der die Tätigkeit der Wohlfahrtsstiftung „Generace 21“ gestoppt hat, die sich mit der Umsiedelung irakischer Christen nach Tschechien befasst.

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    Migranten, Jiří Ovčáček, Miloš Zeman, Tschechien