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    Islamistische Regierung in Libyen tritt zurück

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    In Libyen hat die selbsternannte „Regierung der nationalen Rettung“ in Tripolis ihren Rücktritt zugunsten der UN-vermittelten neuen Einheitsregierung erklärt, wie der Sender Sky News Arabia berichtet.

    Der Fernsehsender Al-Arabiya hatte zuvor mitgeteilt, dass die neue Einheitsregierung unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Fajes al-Sarradsch im März dieses Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat. Fajes al-Sarradsch sei auf dem Seeweg aus Tunesien auf dem Marinestützpunkt in Tripolis eingetroffen.

    Dabei hatte die islamistische Regierung in Tripolis zuvor gefordert, dass die "Konkurrenten" das Land verlassen sollen.

    Nach dem Sturz und der Ermordung Muammar al-Gaddafis im Oktober 2011 entstand in Libyen eine Doppelherrschaft: zum einen — das bei allgemeinen Wahlen gewählte Parlament, das in Tobruk im Osten des Landes sitzt, zum anderen — der islamistische Allgemeine Nationale Kongress in Tripolis.

    Im Dezember vergangenen Jahres wurde das Abkommen zur friedlichen Regelung und zur Bildung der Einheitsregierung unterschrieben. Die Umsetzung des Planes führte zur Bildung des Präsidentenrates und später des Ministerkabinetts unter dem Vorsitz von Fajes al-Sarradsch.

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    TV-Sender Sky News Arabia, Al-Arabiya, Libyen