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20:24 17 Oktober 2019
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    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro

    Lange Wochenenden gegen Energiekrise: In Venezuela werden Freitage wirklich frei

    © REUTERS / Carlos Garcia Rawlins
    Politik
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    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro hat für die nächsten zwei Monate per Anordnung alle Freitage für arbeitsfrei erklärt, wie die Agentur Reuters meldet. Damit will das Land mehr Energie einsparen.

    „Wir werden lange Wochenenden haben“, sagte Maduro bei einem Fernsehauftritt.

    Die Opposition des Landes verurteilte die viertägige Arbeitswoche vor dem Hintergrund der gegenwärtig ernsthaften Rezession, dem ständigen Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten sowie der drohenden dreistelligen Inflation als unvernünftig.

    Eine starke Dürre hat im Zusammenhang mit unzureichenden Investitionen in Infrastruktur und technische Bedienung das Land, welches zu 60 Prozent von der Wasserenergie abhängt, äußerst negativ beeinflusst.

    Mit dem Ziel des Energiesparens hatte Nikolas Maduro bereits Mitte des vergangenen Monats die gesamte Woche vor Ostern für Beamte und Bildungseinrichtungen für arbeitsfrei erklärt. Der Präsident verlangte zudem von einigen Einkaufszentren, eigene Energie zu generieren und die verkürzte Arbeitswoche einzuführen.

    „Der beste Weg zur Überwindung der Krise ist für Maduro die Verringerung der Produktivität des Landes“, kritisierte der Ratsvorsitzende des Stadt Caracas, Jesus Armas. „Die Freitage sind jetzt frei für Brot und Zirkusspiele“.

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    Tags:
    Inflation, Wirtschaftskrise, Arbeit, Nicolas Maduro, Venezuela