08:07 14 November 2019
SNA Radio
    Житель города Дебальцево едет на велосипеде мимо разрушенного в результате обстрелов во время боевых действий жилого дома.

    Außenministerium: Russland gegen Einfrieren von Donbass-Konflikt

    © Sputnik / Mikhail Voskresenskij
    Politik
    Zum Kurzlink
    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)
    4974
    Abonnieren

    Russland ist nicht am Einfrieren der aktuellen Situation im Donezbecken interessiert, wie der russische Vize-Außenminister Grigori Karasin sagte.

    „Leider muss festgestellt werden, dass die Situation im Südosten der Ukraine nach wie vor kompliziert ist — dort gibt es keinen Krieg, aber es gibt auch keinen Frieden. Keiner von uns ist am Einfrieren dieser Lage interessiert. Aber um die innerukrainische Krise endgültig und lebensfähig zu regeln, ist der politische Wille der Seiten selbst vonnöten. Und da gibt es noch viel Nachholbedarf, besonders bei Kiew, das nach wie vor nicht imstande ist, mit sich selbst fertig zu werden und einen direkten Dialog mit Donbass zu beginnen. Gerade das ist der Schlüssel zur Lösung des Konfliktes in der Ukraine", sagte Karasin in einem Interview mit der Zeitung "Kasachstanskaja Prawda".

    Der russische Diplomat ist der Ansicht, dass „es wichtig ist, eine strikte, konsequente und volle Umsetzung der im vergangenen Jahr in Minsk erreichten kollektiven Vereinbarungen zu gewährleisten; besonders betrifft das die politische Regelung der ukrainischen Krise". „Es handelt sich um lokale Wahlen, Amnestie, Gewährung eines gesetzlich verankerten Sonderstatus für die Region auf ständiger Grundlage, Umsetzung einer realen Verfassungsreform. Diese Fragen stehen im gegenseitigen Zusammenhang. Sie dürfen nicht aus dem allgemeinen Kontext herausgerissen und voneinander abgesondert behandelt werden", so Karasin.

    Je schneller sich Kiew der Notwendigkeit einer vollumfänglichen Umsetzung der Minsk-II-Verpflichtungen bewusst werde, desto schneller werde der Regelungsprozess verlaufen, sagte der russische Vize-Außenminister.

    Im April 2014 haben die ukrainischen Behörden einen Militäreinsatz gegen die selbsternannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk begonnen, die ihre Unabhängigkeit nach dem Staatstreich in der Ukraine im Februar 2014 erklärt hatten. Nach den neusten UN-Angaben kamen in dem Konflikt mehr als 9000 Menschen ums Leben. Die Regelung der Situation in Donbass wird unter anderem bei den Treffen der Kontaktgruppe für Friedensgespräche in Minsk erörtert, die seit 2014 drei Dokumente verabschiedet hat, die Schritte zur Deeskalation des Konfliktes und zum Waffenstillstand enthalten. Aber auch nach der Vereinbarung der Abkommen über Waffenruhe kommt es in der Region immer wieder zu Schießereien.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)

    Zum Thema:

    Steinmeier fordert von Kiew Fortschritte bei Wahlgesetz für Ostukraine
    Ostukraine: Ein Jahr nach dem Minsker Abkommen
    Wie Kiew endlich Minsk einhalten wird? Moskau findet Antwort in Washington
    Verfassungsänderungen: Kiew wird Minsker Abkommen nicht umsetzen können
    Tags:
    Minsker Vereinbarungen, Grigori Karassin, Donbass, Ukraine