04:52 24 November 2017
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    FPÖ-Politiker: Sanktionen gegen Russland schwächen Europa und nutzen den USA

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    Politik
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    Eine EU, die sich selbst nicht ernst nimmt, kann auch von Menschen nicht ernst genommen werden, meint Johannes Gudenus, Wiener Vizebürgermeister und der stellvertretende Vorsitzende der Freiheitlichen Partei Österreichs.

    „Man ist enttäuscht, welche Politiker in der EU das Heft in der Hand haben“, sagte er im Sputnik-Interview mit Igor Belov. „Die nackten Zahlen beweisen das, während die USA mit Russland munter weiter Geschäfte machen. Und sie diktieren, weiterhin die Sanktionen zu ihrem Nutzen durchzuführen.“

    Den Schaden habe am meisten die EU, ist sich der österreichische Politiker sicher. Russland auch, aber Russland habe genügend Möglichkeiten, auf seine Potentiale in der Industrie, in der Landwirtschaft und im Tourismus zu besinnen. Der positive Nebeneffekt dabei bestehe darin, dass Russland dadurch gezwungen werde, sich auf die eigenen Ressourcen zu konzentrieren, was gar nicht schlecht sei.

    Das Ziel der USA, setzt Johannes Gudenus fort, Europa zu spalten und zu schwächen.  Es gehe auch darum, zu betrachten, wie sehr hier mit zweierlei Maß gemessen wird. „Die Türkei, wo Erdogan mit ganz brutalen Mitteln gegen die eigene Bevölkerung, gegen Kurden, gegen Frauen am Weltfrauentag sowie gegen kritische Journalisten losgeht, wird von der EU hofiert. Und Russland wird aus geostrategischen Gründen ausgegrenzt. Das ist eine transatlantische Aktion unter Federführung der NATO. Die Menschen im EU-Raum sehen und spüren das. Und die EU-Politik wird für viele immer unglaubwürdiger“, schlussfolgert der FPÖ-Politiker.

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    Sanktionen, EU, Igor Belov, Johannes Gudenus, Russland, USA