19:04 16 Juni 2019
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    Hillary Clinton und Bernie Sanders bei der Vorwahl-Debatte in New York

    US-Vorwahl-Debatte: Clintons Ringen um Unschuld in Libyen

    © REUTERS / Lucas Jackson
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    Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton ist sich hinsichtlich des Chaos in Libyen nach der Einmischung der USA 2011 keiner Schuld bewusst, wie sie jüngst bei einer Vorwahl-Debatte der Demokraten zeigte.

    „Wir waren in einer sehr komplizierten Situation“, sagte Clinton bei  der Demokraten-Debatte. Libyen habe die Hilfe der USA nicht gewollt, um Ordnung im Land zu schaffen, habe sie aber selbst auch nicht gewährleisten können.

    Clintons Demokraten-Rivale um die Präsidentschaftskandidatur, Bernie Sanders, beschuldigte sie daraufhin der Unterstützung des „Regimewechsels“ in Libyen, obwohl die damalige US-Regierung keinen weiterführenden Handlungsplan gehabt hatte.

    Mehr zum Thema: Obama gesteht seinen schlimmsten Fehler: Libyen

    Clinton zufolge hat die Obama-Administration damals nur die UN-Empfehlungen befolgt. „Die Entscheidung lag beim Präsidenten“, erklärte die Ex-Außenministerin und verwies darauf, dass sie nur allein die Aufklärung zuständig war. Das Staatsoberhaupt habe nicht immer auf sie zugehört, fügte Clinton hinzu.

    Zuvor hatte Barack Obama die Intervention in Libyen als seinen schwerwiegendsten Fehler als US-Präsident bezeichnet.

    In einem Blitz-Interview des TV-Senders Fox News antwortete Obama in der Nacht zum Montag auf die Frage nach seinem schlimmsten Fehler wie folgt: „Wahrscheinlich das Scheitern beim Konzipieren eines Plans am Tag nach der Intervention in Libyen, welche mir damals als richtige Entscheidung erschien.“

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    US-Präsidentschaftswahl 2016, Bernie Sanders, Hillary Clinton, Libyen, USA