21:26 25 November 2020
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    TV-Fragestunde mit Wladimir Putin 2016 (28)
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    Die türkische Sputniknews-Webseite ist wegen der Äußerung des russischen Präsidenten Waldimir Putin zum freundschaftlichen Verhältnis gegenüber der Türkei bei seiner TV-Fragestunde am Donnerstag gesperrt worden, wie der Leiter des Auswärtigen Ausschusses des Föderationsrates, Konstantin Kossatschow, meint.

    Kossatschow zufolge ist das eine offensichtliche Reaktion auf die ehrliche Aussage des russischen Staatschefs in Bezug auf die russisch-türkischen Beziehungen. Ankara befürchte, die Türken könnten die Wahrheit über die positive Einstellung der Russen ihnen gegenüber erfahren.

    „Es geht dabei gar nicht so sehr um die kritischen Äußerungen in Bezug auf ‚einzelne Politiker‘, deren Vorgehen Moskau als inadäquat wahrnimmt. Vielmehr ärgerte die Sputnik-‚Sperrer’, dass Putin extra betonte, dass wir die Türkei und das türkische Volk als Freunde betrachten. Dies widerspricht augenscheinlich dem Schreckensgespenst, das die türkische Propaganda über uns verbreitet“, schrieb Kossatschow auf seiner Facebook-Seite.        
    Er erinnerte zudem daran, dass der türkische Präsident Erdogan „ein ernsthaftes Problem mit Medien“ habe.

    Ankara hatte die Website der russischen Nachrichtenagentur Sputniknews am Donnerstagabend gesperrt.

    Spuitniknews in Türkei blockiert
    © Sputnik
    Spuitniknews in Türkei blockiert

    Wer die türkische Sputniknews-Website aufrufen will, sieht auf seinem Bildschirm diese Mitteilung der Telekommunikationsbehörde der Türkei: „Im Ergebnis von technischen Kontrollen und einer rechtlichen Bewertung im Sinne des Gesetzes 5651 auf Beschluss Nr. 490.05.01.2016.-56092vom 14.04.2016 hat die Verwaltung für Telekommunikatinen administrative Maßnahmen gegen diese Webseite (sputniknews.com) ergriffen.”

    Zuvor war bekannt geworden, dass Ankara eine Verbalnote an Deutschland gesandt hatte mit der Erwartung, dass gegen den deutschen Komiker Jan Böhmermann wegen dessen Erdogan-Satiren in Deutschland ein Strafverfahren eröffnet werden müsse.

    „Der Fall Sputnik ist ein neuer Beweis dafür, dass Erdogan und seine Regierung die Pressefreiheitsprüfung nicht bestanden haben und fürchten, die Türken könnten die Wahrheit über die Einstellung der Russen ihnen und der Türkei gegenüber erfahren. Das heißt, dass die Äußerungen des russischen Präsidenten ihr Ziel erreicht haben“, schloss Kossatschow.

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    TV-Fragestunde mit Wladimir Putin 2016 (28)

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    Tags:
    Medienfreiheit, Sputniknews, Konstantin Kossatschow, Wladimir Putin, Türkei, Russland