23:22 27 Januar 2020
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    Die Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) hat große Besorgnis über eine starke Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei geäußert. In dem Nato-Staat würden Nachrichtensperren verhängt, Redaktionen überfallen, ausländische Reporter festgenommen und kritische Journalisten mit Klagen überzogen, so der ROG-Bericht.

    ROG zufolge gehen die türkischen Behörden auch angesichts des neu entflammten Kurdenkonflikts massiv gegen kritische Medien vor.

    Der Kameramann des ersten russischen Fernsehens, Anatoli Kljan, der 2014 in Donezk ums Leben gekommen ist
    Pressedienst des Ersten Russischen Fernsehens
    Auf der von ROG veröffentlichten internationalen Rangliste der Pressefreiheit, die sich vor allem auf das Jahr 2015 bezieht, liegt die Türkei auf dem 151. Platz, zwei Plätze schlechter als im Vorjahr. Auch das von einer rechtsnationalen Regierung geführte Polen sei in dem Ranking um 29 Plätze auf Rang 47 abgerutscht, heißt es. Deutschland sank um vier Plätze auf Rang 16.

    ROG konstatiert einen Rückgang der Freiräume für Medien in allen Weltregionen.

    Auf Platz 1 rangiert Finnland, gefolgt von den Niederlanden und Norwegen. Am schlechtesten ist es um die Pressefreiheit in Turkmenien, Nordkorea und Eritrea bestellt. Sie landen wie im Vorjahr auf den letzten drei Plätzen der Rangliste von 180 Ländern.

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    Tags:
    Ranking, Reporter ohne Grenzen (RoG), Türkei