23:37 21 Februar 2020
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    Die Krim-Staatsanwältin Natalja Poklonskaja hat vorgeschlagen, die verbotene Krimtataren-Organisation Madschlis doch in den USA neuzugründen. Damit reagierte sie auf Aussagen von US-Außenamtssprecher John Kirby, der Moskau zur Aufhebung des Verbots dieser „demokratischen Organisation“ aufgefordert hatte.

    „Wenn das US-Außenministerium solch eine Organisation, wie Madschlis der Krimtataren, braucht und ihre Tätigkeit für demokratisch hält, dann könnte es doch auch eine solche Organisation im eigenen Land gründen“, so Poklonskaja. 

    Dabei erinnerte sie an die systematische verbrecherische Tätigkeit der Organisation und führte als Beispiel die Sprengung der Stromleitungen auf die Krim im vergangenen November an, die etwa 1,5 Millionen Menschen auf der Krim die Stromversorgung nahm. 

    Madschlis kooperiere ihr zufolge aktiv mit den Organisationen „Graue Wölfe“ und Hizb ut-Tahrir, die in einigen Staaten Mittelasiens und in Russland als Terrorvereinigungen gelten. Der Vorsitzende von Madschlis arbeite außerdem mit Igor Kolomoisky  zusammen, der als einer der wichtigsten Unterstützer des Kiewer Maidan-Putsches gilt, und drohe mit einem bewaffneten Angriff. 

    „Die Entscheidung über die Einstellung der Tätigkeit von Madschlis wurde aufgrund ihres verbrecherischen Charakters getroffen“, so Poklonskaja. 

    US-Außenamtssprecher Kirby hatte am 21. April Moskau dazu aufgefordert, die Entscheidung des Justizministeriums zu überprüfen, laut der die Madschlis der Krimtataren als extremistische Organisation anerkannt und „die Tätigkeit dieses demokratischen Instituts von Behörden auf der Krim eingestellt wurde“. 

    Diese Entscheidung, so Kreml-Sprecher Dmitri Peskow, sei eine innere Angelegenheit Russlands. Moskau halte es für „unmöglich und unnötig, sich von anderen Staaten beraten zu lassen“. 

     

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    Tags:
    Verbot, Kritik, Madschlis der Krim-Tataren, Natalja Poklonskaja, John Kirby, Krim, USA, Russland