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    In den USA musste ein Mann 14 Monate im Gefängnis verbringen, nachdem er versucht hatte, der Bundespolizei FBI beim Entlarven von IS-Terroristen zu „helfen“.

    Nach Angaben der Zeitung „New York Times“ hatte Toby Lopez auf „primitive Weise“ versucht, Anführer der Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS) in Sozialnetzwerken „aufzuspüren“. Der gewaltsame Tod seines ehemaligen Schulfreundes in Afghanistan und die immer neuen IS-Angriffe auf Journalisten hätten den 42-Jährigen auf diese Idee gebracht.

    Über seine Kontaktversuche informierte er regelmäßig das FBI. Nachdem seine Schreiben ohne Antwort geblieben waren, schickte der Mann an zwei Tagen mehr als 80 weitere Briefe mit der Warnung „Ihr habt das verdient, was schließlich passieren wird“.

    Im Februar wurde Lopez verhaftet und wegen Verbreitung von Drohungen angeklagt. Der Mann hat insgesamt 14 Monate in verschiedenen Untersuchungsgefängnissen verbracht, bevor die Staatsanwaltschaft des US-Bundesstaates Delaware am 22. April sämtliche Anklagen zurückzog.

    „Niemand verdient das, was ich und meine Familie erleben mussten“, sagte Lopez. „Es ist traurig, wie die Behörden mit den Menschen umgehen, die in bester Absicht helfen wollen.“

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    Terrormiliz Daesh, USA