02:56 17 Juni 2019
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    Waffenruhe in Syrien

    Damaskus: Rund 600 Kämpfer strecken ihre Waffen

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    Rund 600 Kämpfer aus sechs bewaffneten Formationen im syrischen Ruheiba in der Provinz Damaskus haben sich der Waffenruhe angeschlossen, sagte der Sprecher des russischen Zentrums für die Aussöhnung der Konfliktparteien in Syrien, Oberst Juri Srajew, zu Journalisten.

    Eine diesbezügliche Vereinbarung sei unter Mitwirkung des russischen  Zentrums für Aussöhnung erzielt worden. „Dieser sehr komplizierte Prozess hat lange gedauert. Dennoch ist es uns gelungen, dass diverse Parteien eine Waffenruhe erreicht haben“, sagte Srajew. 

    Dieses Abkommen sehe die Feuereinstellung im Raum von Ruheiba vor und trage zur Ausweitung der Waffenruhe auf die Nachbarstädte bei.

    „Das russische Zentrum für Aussöhnung hat dabei eine große Rolle gespielt. Es hat seine Arbeit immer mit dem syrischen Ministerium für nationale Aussöhnung koordiniert und ist als Garant und Vermittler bei den Verhandlungen mit den Kämpfern aufgetreten“, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

    Die Unterzeichnung des Abkommens ist zeitlich mit einer humanitären Aktion zusammengefallen, bei der russische Soldaten rund 3,5 Tonnen Nahrungsmittel in die Stadt gebracht hatten. Es handelt sich um Trockenrationen, Fisch- und Fleischkonserven, Zucker, Mehl, Tee und Grütze. Kinder bekamen auch Süßigkeiten wie Waffeln, Kekse und Bonbons.

    Außerdem erwiesen russische Ärzte in einer mobilen Sanitätsstelle Flüchtlingen medizinische Hilfe.

    In Syrien gilt seit dem 27. Februar eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause nimmt Angriffe auf die Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), die Al-Nusra-Front und andere vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestufte Gruppen aus.

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    Tags:
    Humanitäre Hilfsgüter, Waffenruhe, UN-Sicherheitsrat, Al-Nusra-Front, Terrormiliz Daesh, Juri Srajew, USA, Russland, Syrien