03:12 16 Dezember 2019
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    Verzwickte Dreiecks-Beziehung: Verhältnis Russland-Iran-Israel verkompliziert

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    Die Dreiecks-Beziehungen zwischen Russland, dem Iran und Israel werden immer komplizierter und sind keineswegs eindeutig einzuschätzen, berichtet The Guardian.

    Teheran tritt seit langem für die Verbesserung der Beziehungen zu Russland ein, so die Zeitung. Der iranische Parlamentssprecher Ali Laridschani hat kürzlich gesagt, Irans „östliche Orientierung, vor allem in Richtung Russland" sei „eine strategische Wahl".

    Einerseits ist Russland ein strategischer Verbündeter des Irans bei der Unterstützung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und ein potentieller Partner bei der Prägung des Weltgasmarktes, heißt es ferner. Außerdem gibt es auch einen Fortschritt bei der militärischen Zusammenarbeit — Moskau liefert Flugabwehrsysteme S-300 an den Iran.

    Zwischen den Ländern bestehen allerdings ernsthafte Meinungsverschiedenheiten, so die Zeitung weiter. Russland möge ein Abkommen über friedliche Nutzung der Atomenergie  mit dem Iran abgeschlossen haben, dennoch habe es weder die Überweisung des Falls Iran an den UN-Sicherheitsrat 2006 noch die anschließenden Sanktionen blockiert. Die Hauptdiskrepanz besteht aber in den engen Beziehungen Moskaus zu Israel, dem der Iran das Existenzrecht abspricht.

    Wie der israelische Ex-Geheimdienstler Yossi Alpher dem Blatt sagte, habe sich  die Koordinierung von Aktivitäten Russlands und Israels in Syrien als erfolgreich erwiesen und stellt eine „bedeutende strategische  Wende im Nahen Osten" dar.  Der heikelste Moment seien die Flüge der russischen Luftwaffe über den von Israel kontrollierten Golanhöhen gewesen. Allerdings hätten die Parteien  eine für alle akzeptable Einigung finden können.

     

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    Tags:
    The Guardian, Ali Laridschani, Israel, Iran, Syrien, Russland