03:21 14 Dezember 2017
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    Luftabwehrraketenkomplex S-400-Triumf

    S-400-Luftabwehrsysteme: Russland dementiert Vertragsunterzeichnung mit Indien

    © AFP 2017/ Kirill Kurdzantsev
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    Der russische Rüstungskonzern Rostec hat einen Bericht des indischen Verteidigungsministers Manohar Parrikar zurückgewiesen, laut welchem Russland und Indien den S-400-Deal bereits unterzeichnet haben sollen.

    „Der Vertrag ist noch nicht unterzeichnet“, sagte der Generaldirektor der russischen Technologieholding Rostec, Sergej Tschemesow, zu Journalisten. Näheres zu dem Thema gab er nicht bekannt.

    Im März 2016 hatte der Vizechef des Föderalen Dienstes für militärtechnische Zusammenarbeit, Wladimir Droschschow, betont, Russland habe den Vertragsentwurf über die S-400-Systeme ausgearbeitet und diesen der indischen Seite zur Unterzeichnung vorgelegt.

    Im Dezember 2015 hatte das indische Militäramt laut Medienberichten für den Erwerb von S-400-Systemen und 6.000 weiteren Raketen im Gesamtwert von rund sechs Milliarden US-Dollar für die Ausstattung von fünf Regimentern grünes Licht gegeben.

    Das S-400-System (Nato-Code: SA-21 Growler) ist gegen alle Typen von Flugzeugen, über Drohnen bis zu Marschflugkörpern, wirksam und kann auch taktische Raketen abfangen. Selbst Tarnkappenflugzeuge (Stealth) haben keine Chance. Jedes System kann gleichzeitig 36 Ziele mit insgesamt 72 Raketen in einer Entfernung von bis zu 400 Kilometern beschießen.

    Bereits im Herbst 2014 hatte China als erstes Land sechs S-400-Divisionen im Gesamtwert von mehr als drei Milliarden US-Dollar gekauft.

     

    Tags:
    S-400, Rostec, Sergej Tschemesow, Indien, Russland
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