10:43 28 Juni 2017
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    Ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ TOS-1A feuert bei einer Waffenschau thermobarische Raketen ab

    Nach Kämpfen in Berg-Karabach: Armenien deckt sich mit russischen Waffen ein

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    Russlands Waffenexporte (275)
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    Nach der jüngsten Eskalation des Berg-Karabach-Konfliktes mit Aserbaidschan plant Armenien massive Waffeneinkäufe in Russland. Der Deal mit einem Volumen von 200 Millionen US-Dollar ist nach Angaben aus Eriwan bereits grundsätzlich ausgehandelt worden.

    Vorläufige Vereinbarungen seien bereits getroffen worden, demnächst sollen verbindliche Abkommen unterzeichnet werden, teilte der armenische Verteidigungsminister Sejran Oganjan am Donnerstag mit. Die Regierung in Eriwan will vor allem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Smertsch, Flugabwehr-Raketen Ilga-S sowie gepanzerte Raketenwerfer TOS-1A mit thermobarischer Munition kaufen.

    Zudem stehen Aufklärungssysteme, Panzerfäuste, gelenkte Raketen, Scharfschützengewehre und Panzerfahrzeuge auf der Kaufliste. Armenien will den Deal aus einem russischen Staatskredit finanzieren.

    Armenien befindet sich seit dem Zerfall der Sowjetunion vor mehr als 25 Jahren in einer anhaltenden Auseinandersetzung mit dem Nachbarstaat Aserbaidschan um Berg-Karabach, ein Gebiet im islamisch geprägten Aserbaidschan, das mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt wird.

    Anfang April eskalierte die Lage erneut. Bei den Kämpfen, den schwersten seit 1994, gab es Todesopfer. Beide Seiten machen einander für die Eskalation verantwortlich. Gegenwärtig gilt in der Region eine Feuerpause.

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    Berg-Karabach, Aserbaidschan, Armenien, Russland
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