00:11 05 Juli 2020
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    Biker-Club „Nachtwölfe“ auf Siegesfahrt 2016 nach Berlin (11)
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    Nach der Ankündigung Warschaus, dem russischen Motorradklub „Nachtwölfe“ die Einreise nach Polen zu verweigern, hat das russische Außenministerium am Freitag die polnische Botschafterin Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz einbestellt.

    Der Fernsehsender TVP Info hatte unter Berufung auf einen Sprecher der polnischen Botschaft in Moskau berichtet, die polnischen Behörden wollten den "Nachtwölfen", die mit einer „Siegesfahrt“ zum 71. Jahrestag des Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa gedenken wollen, die Durchreise untersagen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Polen den russischen Rockern auf ihrer Gedenkfahrt die Einreise verboten.

    Im vergangenen Jahr haben die „Nachtwölfe“ — anlässlich 70 Jahre Kriegsende – versucht, mit einer Motorradtour von Moskau nach Berlin an den Sieg der Sowjetunion über Hitlerdeutschland zu erinnern und der Kriegsopfer zu gedenken. Doch schon an der polnischen Grenze wurde klar, dass sich das Vorhaben nicht nach Plan umsetzen lassen würde.

    Polen verweigerte den „Nachtwölfen“ die Einreise. Auch Deutschland annullierte mehreren Bikern die Einreisevisa. Dennoch gelang es vereinzelten Biker-Gruppen, die „Siegestour“ fortzusetzen und im Treptower Park sowie im Deutsch-Russischen Museum in Karlshorst Blumen niederzulegen. Zahlreiche örtliche Sympathisanten begleiteten die Biker auf ihrer 6000 Kilometer langen Reise. Am heutigen Freitag brechen die Nachtwölfe zu einer neuen Gedenktour nach Berlin auf.

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    Tags:
    Motorradclub Nachtwölfe, Polen, Russland