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    Erinnerung an die Tragödie in Odessa

    Kiew verweigert deutschem Reporter Einreise zu Gedenkfeier in Odessa

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    Politik
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    Dem deutschen Journalisten und Schriftsteller Saadi Isakow, der zur Gedenkfeier für die Opfer des Odessa-Massakers am 2. Mai anreisen wollte, ist die Einreise in die Ukraine verboten worden. Dies teilte der Rechtsanwalt im Fall Odessa, Kirill Schewtschuk, mit, der auch die Interessen von Aktivisten des „Antimaidan“ vertritt.

    „Bei der Passkontrolle wurde Isakow ohne Erklärung der Gründe verboten, die ukrainische Grenze zu passieren. Er hält sich jetzt in der Transitzone auf. Gegen 22.00 Uhr MEZ wird er nach Deutschland zurückgeschickt“, so der Rechtsanwalt. 

    Ihm zufolge wurden damit die Rechte des Journalisten grob verletzt: Ihm wurde ein Treffen mit seinem Rechtsanwalt verweigert; er bekam keine schriftliche Benachrichtigung über die Gründe für das Einreiseverbot und erhielt nicht das Recht, diese Entscheidung anzufechten.

    Später wurde Isakow ein Dokument zur Verfügung gestellt, in dem als Grund für das Einreiseverbot ein diesbezüglicher Beschluss des ukrainischen Sicherheitsdienstes genannt wurde.

    „Ich wurde heute nicht in die Ukraine gelassen. Dafür nämlich…“, schrieb  Isakow auf seinem Facebook-Account und führte den Internet-Link seines Textes „Das verbrannte Gewissen“ über die Tragödie am 2. Mai 2014 in Odessa an. 

    Dabei sagte er, er befände sich jetzt in der Transitzone, könne aber weder Geld tauschen noch eine Kreditkarte benutzen und aus diesem Grund habe er kein Geld, um Essen zu kaufen.

    Die Aktion von „Antimaidan“-Aktivisten am 2. Mai 2014 in Odessa endete mit einer Tragödie, als Mitglieder des extremistischen „Rechten Sektors“ und Fußball-„Ultras“ gegen die Aktionsteilnehmer vorgingen. Dutzende „Antimaidan“-Teilnehmer kamen bei einem Brand im Gewerkschaftshaus ums Leben, in dem sie sich in Sicherheit zu bringen versuchten. Nach offiziellen Angaben waren dabei rund 50 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden.

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    Tags:
    Einreiseverbot, Facebook, Antimaidan, Rechter Sektor, Saadi Isakow, Kirill Schewtschuk, Deutschland, Ukraine
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