17:30 18 Dezember 2017
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    Soldaten des ukrainischen Geheimdienstes SBU

    Wegen Frage nach Nazi-Verbänden: Ukraine verbietet polnischem Reporter die Einreise

    © AP Photo/ Efrem Lukatsky
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    Der ukrainische Geheimdienst SBU hat dem polnischen Journalisten Tomasz Maciejczuk für fünf Jahr die Einreise verboten. Grund dafür war vermutlich eine unbequeme Frage, die der Reporter dem ukrainischen Außenminister gestellt hatte.

    Über das Einreiseverbot habe er an der Grenze erfahren, teilte Maciejczuk via Facebook mit. Der Grenzbeamte habe ihm gesagt, dürfe in den nächsten fünf Jahren nicht mehr in die Ukraine.

    Wie der Journalist weiter mitteilte, hatte er im Februar in Amsterdam dem ukrainischen Außenminister Pawel Klimkin eine Frage zu den nazistischen Formationen im Land gestellt. Daraufhin habe man ihm „russische Propaganda“ vorgeworfen und versprochen, ihm mit einem Einreiseverbot gedroht.

    „Also stelle ich eine Bedrohung für die Sicherheit der Ukraine dar. Ich besitze nur eine einzige Waffe – meine Kamera. Mit dieser Kamera zeige ich die Wahrheit, die den ukrainischen Behörden offenbar missfällt“, kommentierte Maciejczuk. „So ist sie, die neue, europäische Ukraine“, ergänzte der Journalist.

    Am Samstag hatte die Ukraine auch dem Journalisten aus Deutschland, Saadi Isakov, die Einreise verwehrt. Wie sein Anwalt Kirill Schewtschuk sagte, könnten die Kiewer Behörden in den nächsten Tagen noch weiteren westlichen Journalisten, die zum Jahrestag der Tragödie auf dem Kulikowo Polje nach Odessa fahren, die Einreise verweigern.

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    Tags:
    Polen, Ukraine
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