22:11 19 September 2020
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    Bei der Vereinbarung einer Waffenruhe im syrischen Aleppo haben die USA versucht, die Terrormiliz al-Nusra einzubeziehen, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch in einem Exklusivinterview für Sputnik sagte. Dieser Vorschlag sei jedoch als inakzeptabel zurückgewiesen worden.

    „Vor ein paar Tagen haben wir sie (die Waffenruhe – Anm. d. Red.) vereinbart, sie musste schnell in Kraft gesetzt werden, doch unsere amerikanischen Kollegen haben bei den Verhandlungen trotzdem versucht, die Grenzen dieser stillen Zone so auszudehnen, um einen großen Teil der Positionen zu erfassen, die von der al-Nusra-Front besetzt sind“, so Lawrow.

    Am Ende habe man es den USA ausreden können, da der Vorstoß unannehmbar gewesen sei. Dies lege außerdem den Gedanken nahe, dass jemand die Amerikaner nutzen wolle, um die al-Nusra-Front unter Schutz zu nehmen. Lawrow äußerte jedoch Zweifel, dass dies im Interesse der USA liege.

    „In diesem Zusammenhang kann ich natürlich nicht umhin, die vorliegenden Daten über die anrüchigen Verbindungen der türkischen Führung mit dem Islamischen Staat (auch Daesh, IS) und der al-Nusra-Front zu erwähnen“, so der russische Außenminister.

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    Tags:
    Waffenruhe, Russland, USA, Aleppo, Syrien