12:52 21 Januar 2020
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    Muslime gehören nach Ansicht von Unions-Fraktionschef Volker Kauder „ganz klar" zu Deutschland – der Islam aber nicht, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet. In diesem Punkt stimmt Kauder also der Partei Alternative für Deutschland zu.

    Dem CDU-Politiker zufolge dürfen Muslime zwar nicht ausgegrenzt werden, „so wie dies im Augenblick die Rechtspopulisten betreiben". Sie genössen wie Angehörige anderer Glaubensrichtungen auch die geltende Religionsfreiheit. Moscheen mit Minaretten dürften ebenso gebaut werden. Doch über der Religionsfreiheit würden noch immer die anderen Werte des Grundgesetzes stehen: „Die Religion steht bei uns nie über dem Staat“, so Kauder gegenüber der NOZ.

    Kauder bezog sich in seinen Aussagen auf das am Wochenende beschlossene Grundsatzprogramm der AfD, wo es unter anderem heißt, „der Islam gehört nicht zu Deutschland" und „Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus". Das Tragen von Kopftüchern an Schulen, die Vollverschleierung und das Schächten von Tieren werden darin klar abgelehnt.

    Kauder teilt nach eigenen Aussagen nicht die Einstellung des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff, der Islam gehöre zu Deutschland. Erstens habe der Islam Deutschland „historisch und kulturell nicht geprägt“. Zweitens sei er sehr vielfältig. „Den einen Islam – und das legt der Satz nahe – gibt es sicher nicht", so Kauder gegenüber der Zeitung.

    Zudem gebe es Ausprägungen des Islam, „die wir in Deutschland nie akzeptieren können“.

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    Tags:
    Muslime, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Volker Kauder, Deutschland