19:26 20 November 2018
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    Terroristen der al-Nusra Front in Aleppo (Nordsyrien)

    Ex-US-Diplomat: Washington braucht Terrormiliz al-Nusra zum Sturz Assads

    © AFP 2018 / AMC / FADI AL-HALABI
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte zu Recht behauptet, die USA hätten bei der Vereinbarung einer Waffenruhe in Aleppo versucht, die Terrormiliz al-Nusra unter Schutz zu nehmen, wie der frühere US-Diplomat Jim Jatras in einem Interview für Sputnik sagte.

    „Es ist eigentlich keine große Überraschung, dass die USA die al-Nusra-Front in das Regime der „Stille“ hineinzuzwängen versuchten, wie Lawrow beklagte“, so der ehemalige Außenpolitik-Berater der Republikaner im US-Kongress.

    Die USA versuchten laut Lawrow bei den Verhandlungen über einen Waffenstillstand in Aleppo, die al-Nusra-Front einzubeziehen. Man habe den USA dies jedoch ausreden können, da Russland den Vorschlag als inakzeptabel zurückgewiesen habe.

    Wie Jatras zudem betonte, hat US-Präsident Barack Obama die islamistischen Bewegungen immer konsequent unterstützt.

    „Tatsache ist, dass die Obama-Administration immer zu den von ihnen unterstützten Dschihadisten halten wird, selbst wenn das die Bewahrung jener Gruppierungen bedeutet, die sie als Amerikas Erzfeinde ausgeben“, so Jatras.

    Das liege daran, dass Obama den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad weiterhin stürzen wolle. Trotz der Äußerungen über eine „Entmachtung“ des sogenannten Islamischen Staats und trotz der offensichtlichen Tatsache, dass die Regierung von Assad überleben wird, hoffen die USA, ein Kaninchen aus einem Hut hervorzuzaubern und Russland dazu zu bewegen, Assads Rücktritt zu akzeptieren. Dabei sähen die US-Politiker immer noch nicht ein, dass ein Sturz Assads nur den Weg für eine schlimmere Anarchie in Syrien ebnen würde.

    „Die amerikanischen Politiker beharren immer noch darauf, Assad sei der wahre Grund für Instabilität und Radikalismus in Syrien, und sobald er weg sei, werde eine demokratische und stabile Staatsordnung folgen – ungeachtet des gescheiterten Staates, den die Nato in Libyen geschaffen hat, und den Obama und Hilary Clinton verblüffenderweise immer noch als einen Erfolg betrachten“, sagte Jatras.

    Die sogenannten „gemäßigten Kräfte“ in Syrien blieben weiterhin ein wichtiges Instrument für die US-Regierung zur Umsetzung ihres Wunsches auf einen politischen „Übergang“ nach Assads Rücktritt.

    „Was Lawrows  Vermutung angeht, die USA würden manipuliert – dabei fallen einem sofort die Türkei und die Saudis ein – so besteht daran kein Zweifel“, sagte der Diplomat abschließend.

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    Tags:
    Terrorismus, Waffenstillstand, Al-Nusra-Front, Sergej Lawrow, Russland, USA, Syrien