09:31 10 Dezember 2019
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    Waffenstillstand in Syrien

    Moskau: Waffenruhe in Latakia und Damaskus muss dauerhaft bleiben

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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Moskau ruft zum schnellstmöglichen Erreichen einer Vereinbarung über einen dauerhaften Waffenstillstand in Latakia und Damaskus auf, wie der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow zu Sputnik sagte.

    Auf die Frage, ob die Waffenruhe in Latakia und Damaskus dauerhaft sein werde, antwortete der russische Minister: „Das wäre natürlich ideal“.

    Gatilow zufolge sollte diese Vereinbarung bereits erreicht worden sein. „Aber leider ist das noch nicht der Fall. Es gibt Kontakte zwischen den Militärs, permanent, jeden Tag. Sie tauschen Informationen aus, geben ihre Einschätzungen, treffen notwendige Maßnahmen. So ein Prozess läuft“,  so Gatilow.

    Seinen Worten nach ist es offensichtlich, dass die Politik und das Vorgehen derjenigen, die einen Waffenstillstand und eine politische Regelung nicht anstreben, die Hindernisse beim Erreichen einer Waffenruhe sind.

    „Konkret geht es um Dschabhat an-Nusra und die ihr angeschlossenen Terrororganisationen. Einige dieser Terrorgruppen sagten übrigens direkt, dass sie einen Waffenstillstand nicht befürworten werden und sich dem Islamischen Staat (auch Daesh, IS) und Dschabhat an-Nusra bei Kriegseinsätzen anschließen werden, sagte der russische Vizeaußenminister.

    Der Waffenstillstand in Syrien ist seit dem 27. Februar in Kraft und betrifft die Gebiete nicht, in denen die Terrormilizen Islamischer Staat, Dschabhat an-Nusra und andere Formationen, die der UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuft hat, agieren.

    Seit einigen Tagen gilt die Waffenruhe auch um die Ortschaft Guta (Vorort von Damaskus) sowie in Latakia.

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    Waffenruhe, Al-Nusra-Front, Dschabhat al-Nusra, Gennadi Gatilow, Moskau, Latakia, Damaskus, Syrien