15:51 17 August 2017
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    Wrackteile der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    Moskau: MH17-Ermittlungen gestützt auf inkompetente Gutachten

    © AFP 2017/ Menahem Kahana
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    Moskau befürchtet, dass bei den Untersuchungen zum MH17-Absturz der malaysischen Boeing über der Ukraine Begriffe verwechselt und unprofessionelle Gutachten genutzt werden, wie Maria Sacharowa, amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärte.

    „Wir gehen davon aus, dass die Untersuchung angesichts des Ernstes dieser Tragödie wirklich auf hohem professionellem Niveau, gerade von kompetenten Fachleuten durchgeführt werden muss. Wir befürchten, und diese Befürchtungen sind begründet, dass Begriffsverwechslungen vorgekommen sind. Statt professioneller Experten, ausgestattet mit den entsprechenden Vollmachten, die die entsprechende Verantwortung für ihr Vorgehen und ihre Worte tragen, treten Leute in Erscheinung — Blogger, Mitfühlende, Interessierte, aber keinesfalls Spezialisten. Und ausgerechnet auf deren Einschätzungen stützen sich die Schlussgutachten, aufgrund deren Einschätzungen werden vorläufige, aber wichtige Schlüsse gezogen“, so Sacharowa.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 auf dem Flug aus Amsterdam nach Kuala Lumpur im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine kamen dabei ums Leben. In der Region lieferten sich damals die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. 

    Mehr zum Thema: Moskau: Buk-Rakete explodiert mit Verzögerung – Schlüsse im MH17-Bericht falsch

    Der Sicherheitsrat der Niederlande hatte am 13. Oktober 2015 seinen Bericht zum MH17-Absturz vorgelegt. Darin heißt es, den Absturz der Maschine habe die Explosion eines Gefechtskopfes des Typs 9H314M einer Buk-Luftabwehrrakete der Serie 9M38 auf der linken Seite des Cockpits verursacht.

    Der Vize-Chef der russischen Luftfahrtbehörde, Oleg Stortschewoi, hatte die im Abschlussbericht des niederländischen Sicherheitsrates angeführte Beweisgrundlage in Frage gestellt. Die von russischen Spezialisten durchgeführten Untersuchungen und nachgestellten Experimente hätten es ihm zufolge erlaubt, Tatsachen festzustellen, die die Unglaubwürdigkeit der von der niederländischen Seite gezogenen Schlüsse infrage stellen. Diese Daten sind in dem offiziellen Schreiben enthalten, das Stortschewoi nach eingehendem Studium des niederländischen Abschlussberichts durch russische Experten an den Chef des Sicherheitsrates der Niederlande, Tibbe Yustra, geschickt hatte.

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    MH17, Malaysia Airlines, Russland, Ukraine
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