12:36 29 November 2020
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    US-Außenminister John Kerry und sein kroatischer Amtskollege Miro Kovač haben die Lage in Europa erörtert, darunter auch Probleme der Energiesicherheit. Das teilte das US-Außenamt am Samstag in Washington nach dem Telefonat der beiden Politiker mit.

    Kerry bekräftigte die Treue der USA zur Kooperation mit Kroatien im Bereich der regionalen Sicherheit. Die Minister tauschten Meinungen zu Perspektiven der Umwandlung des Balkanlandes in einen regionalen Energiehub aus. Vereinbart wurde ein persönliches Treffen, das in nächster Zeit stattfinden könnte, hieß es. Zu den Terminen wurden keine Angaben gemacht.

    Die USA planen, ihre Lieferungen von verflüssigtem Erdgas (LNG) an die EU aufzustocken. Dabei übt Washington heftige Kritik an Plänen Russlands, dessen Energielieferungen nach Europa auszuweiten.

    In dieser Woche hatte Kerry die Besorgnis Washingtons über den geplanten Bau der Gaspipeline Nord Stream-2 geäußert. Dieses Projekt werde sich negativ auf Osteuropa auswirken. Sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow betonte dagegen, Nord Stream-2 sei ein ausgesprochen kommerzielles Projekt. Versuche, es zu blockieren, seien politisch geprägt. Die USA und ihre engsten Freunde innerhalb der NATO wollten Hindernisse bei der Realisierung des Projekt auftürmen, hatte Lawrow gesagt.

    Das Projekt Nord Stream-2 sieht vor, entlang der vorhandenen Leitung Nord Stream noch zwei Stränge mit einer Gesamtleistung von 55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr von Russland nach Deutschland auf dem Grund der Ostsee zu bauen. Die Hälfte der Anteile am Projekt werden vom russischen Monopolisten Gazprom gehalten. Jeweils zehn Prozent der Aktien sind im Besitz von BASF, E.ON, Engie, OMV und Shell.

     

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    Tags:
    Energieprobleme, Miro Kovač, John Kerry, Kroatien, USA