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07:54 18 Oktober 2019
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    Rohdaten der Panama Papers, Screenshot

    Kreml: Panama Papers sind geklaute Daten - Offshore-Deals im Prinzip nicht illegal

    © Foto: ICIJ
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    Enthüllungen der „Panama Papers“ (30)
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    Der Kreml betrachtet die Panama-Papiere als „gestohlen“ und vertritt die Auffassung, dass die Offshore-Gebiete grundsätzlich nichts Illegales sind und nur die Steuervermeidung ungesetzlich ist. Dies erklärte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, am Dienstag.

    Die Süddeutsche Zeitung hatte Anfang April angeblich vertrauliche Dokumente der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca veröffentlicht, die die Verwicklung etlicher internationaler Spitzenpolitiker und ihnen nahestehender Personen in Offshore-Schemata belegen sollten.

    Die Authentizität der „Panama Papers“ sei bislang nicht offiziell bestätigt worden, so Peskow. Er verwies darauf, dass Mossack Fonseca sich selbst geweigert habe, die Echtheit der Dokumente zu bestätigen, und die diesbezüglichen Aktivitäten von Journalisten als Verbrechen bezeichnet hätte.

    Er möchte hier den Kurs auf die Abkehr von Offshore-Schemata nicht mit den „Panama Papers“ in Zusammenhang bringen, sagte der Kreml-Sprecher. „Das sind ganz verschiedene Phänomene (…). An den Offshore-Gebieten als solchen gibt es nichts Ungesetzliches (…).  Ungesetzlich sind Steuerhinterziehung bzw. Versuche, Steuern zu entkommen“, so Peskow.

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    Panama Papers, Mossack Fonseca, Russland