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12:29 14 Oktober 2019
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    US-Präsident Barack Obama

    US-Präsident erstmals in Hiroshima – Signal für friedliche Welt ohne Atomwaffen

    © AFP 2019 / Andrew Caballero-Reynolds
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    US-Präsident Barack Obama besucht vom 21. bis 28. Mai im Rahmen seiner Asienreise Vietnam und Japan und wird dabei der 1945 durch eine amerikanische Atombombe zerstörten japanischen Stadt Hiroshima einen „historischen Besuch“ abstatten, verlautete aus dem Weißen Haus.

    „Der Präsident wird sich mit dem Premierminister (Japans Shinzo) Abe zu einem historischen Besuch nach Hiroshima begeben, um sein Festhalten an Frieden und Sicherheit in einer Welt ohne Atombomben zu unterstreichen“, heißt es in der Mitteilung des Weißen Hauses.

    Die USA hatten im Zweiten Weltkrieg, am 6. und 9. August 1945, Atombomben auf die Städte Hiroshima und Nagasaki abgeworfen, wobei 130.000 bis 250.000 Menschen den Tod gefunden haben sollen. Das hatte mit dazu beigetragen, dass in Japan die Entscheidung zur Kapitulation reifte. Die Atombomben-Abwürfe auf beide Städte waren der bisher einzige Kampfeinsatz von Kernwaffen.

    In Japan werde US-Präsident Obama außerdem am G7-Gipfel teilnehmen und Gespräche mit Premier Abe über die Beziehungen zwischen beiden Ländern führen, heißt es.

    Es sei damit zu rechnen, dass er von seinen politischen Opponenten Kritik ernten wird, seien diese doch immer unzufrieden, wenn sich Amerika für Kriegsopfer „entschuldigt“, ist aus den Medien zu vernehmen.

    Im Rahmen seiner Asienreise wolle Obama auch in Vietnam Gespräche über die bilaterale Partnerschaft führen, darunter die Sicherheitssphäre sowie globale und regionale Fragen. In Hanoi werde er eine Rede zu den Beziehungen beider Länder halten und für die transpazifische Partnerschaft werben, heißt es aus dem Weißen Haus.

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    Tags:
    Shinzo Abe, Barack Obama, Hiroshima, USA