15:48 17 August 2018
SNA Radio
    OSZE-Beobachter in Ukraine

    Kreml: Bewaffnete OSZE-Mission nur unter Berücksichtigung des Minsk-Abkommens

    © Sputnik / Sergei Averin
    Politik
    Zum Kurzlink
    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)
    2254

    Eine bewaffnete Mission der OSZE im Donbass darf nicht ohne Umsetzung der Vereinbarungen von Minsk erörtert werden, wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow erklärte.

    „Wir können nur noch einmal unser Bedauern äußern, dass die ukrainischen Verhandlungspartner recht oft ihre Position, ihre Herangehensweise ändern, aber insgesamt faktisch alles tun, um jene Verpflichtungen, die Kiew gemäß den Vereinbarungen von Minsk auferlegt sind, nicht zu erfüllen“, sagte Peskow auf die Joournalistenfrage, wie Russland zu einer bewaffneten OSZE-Mission im Donbass stehe.

    Ihm zufolge „ändert die ukrainische Seite oft ihre Herangehensweise“. „Keine einzige Frage darf losgelöst von dem gesamten Kontext der Minsker Vereinbarungen behandelt werden. Die Vereinbarungen von Minsk stellen einen ganzen  Komplex von Maßnahmen und Schritten dar, die unternommen werden müssen und die, wie wir sehen, bisher nicht unternommen werden“, sagte Peskow.

    Am Mittwoch hatte in Berlin ein Außenminister-Treffen im sogenannten Normandie-Format (Russland, Frankreich, Deutschland, Ukraine) stattgefunden. Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin erklärte danach, die Seiten hätten bei diesen Ukraine-Gesprächen zugestimmt, dass zur Regelung der Sicherheitsfrage im Donbass eine „internationale Komponente“, eventuell eine OSZE-Mission, notwendig sei.

    Themen:
    Regelung der Krise in der Ukraine (2436)

    Zum Thema:

    „Normandie-Vier“ kommt bei Wahlen in Ostukraine zu keinem Konsens
    Putin: OSZE soll Beobachter-Zahl in Donbass deutlich erhöhen
    OSZE-Beobachter in Ukraine wegen Verletzung von Verhaltenskodex entlassen
    Donbass: OSZE-Beobachter bedroht und beschossen
    Tags:
    OSZE, Dmitri Peskow, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren