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07:31 16 Oktober 2019
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    Venezianische Geschäftswelt will Totschweigen um Krim und Russland-Sanktionen brechen

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    Politik
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    Das Regionalparlament der italienischen Region Venetien stimmt am 18. Mai über die Anerkennung der Halbinsel Krim als Teil Russlands sowie über die Aufhebung der Anti-Russland-Sanktionen ab. Der Initiator, der Regionalabgeordnete Stefano Valdegamberi, nennt Sputnik weitere Schritte, falls eine Resolution dazu angenommen wird.

    „Es ist schon seit langem notwendig gewesen, dass jemand dieses Totschweigen rund um die Situation, das momentan in Italien herrscht, bricht“, sagte Stefano Valdegamberi.

    „Die Öffentlichkeit und vor allem zahlreiche Unternehmer haben mich gebeten, die Frage dieser absurden Sanktionen zu erörtern“, so Valdegamberi. Die Resolution haben ihm zufolge bereits alle Mehrheitsparteien des Regionalparlaments unterstützt. „Wir verfügen derzeit über 25 Stimmen der Regionalabgeordneten. Ich bin sicher, dass auch ein Teil der Opposition uns unterstützen wird.“

    „Ich denke, dass die EU einen riesigen strategischen Fehler begeht, weil Russland Teil Europas sein muss“, sagte der Italiener. Allein innerhalb des vergangenen Jahres habe die Region Venetien mehr als 600 Millionen Euro wegen Exportverboten nach Russland eingebüßt. Bei einem positiven Ausgang der Abstimmung wollen die Aktivisten dann auch die Unterstützung der Regierung in Rom bekommen, damit die Sanktionspolitik im Juni revidiert wird. 

    „Unsere Resolution wird nicht nur eine symbolische Bedeutung haben. Nach der Abstimmung beginnen wir gemeinsam mit den Vereinigungen Italien-Russland Unterschriften gegen die Anti-Russland-Sanktionen unter den Vertretern der Geschäfts- und Kulturwelt und der Zivilgesellschaft zu sammeln. Wir wollen ein Komitee zum Kampf gegen die Sanktionen gründen und werden daran arbeiten, diese absurden Entscheidungen abzuschaffen.“

     

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    Tags:
    aufheben, Anerkennung, Sanktionen, Regionalparlament, Stefano Valdegamberi, Krim, Venedig, Venetien, Italien