15:27 23 Oktober 2018
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    Gegenseitiger Vorteil im Fokus: Moskau will Beziehungen zu EU wiederbeleben

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    Russland hat nie einen Abbau der Beziehungen zur EU gewollt, sondern vielmehr einen Ausbau des Verhältnisses, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gegenüber Journalisten erklärte.

    „Moskau war nie ein Anhänger des Abbaus der Beziehungen insgesamt, zu den europäischen Ländern, auch zur EU. Moskau war stets für eine Diversifizierung dieser Beziehungen, für die Weiterentwicklung des Verhältnisses und dafür, ihnen neue Dynamik zu verleihen“, so Peskow gegenüber Journalisten.

    Der Kreml-Sprecher verwies weiterhin darauf, dass Moskau stark auch an einer Belebung der sich gegenwärtig in eher traurigem Zustand befindenden Beziehungen zu London interessiert sei und ihnen einen gegenseitig vorteilhaften Charakter verleihen wolle.

    „Nicht Russland hatte auf jegliches Zusammenwirken im Kampf gegen den Terrorismus verzichtet, und nicht Russland hatte jegliche offiziellen Kontakte abgelehnt“, betonte Peskow einmal mehr. Ungeachtet dessen sei Moskau aber weiter an diesen Beziehungen interessiert. Es habe mehrmals seine Bereitschaft demonstriert, die nötige Flexibilität zu offenbaren, „aber auch diese Flexibilität hat ihre Grenzen“.

    Eine britische Abgeordneten-Delegation hatte am Dienstag mit dem Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma, Alexej Puschkow, gesprochen. Der Delegationsleiter Crispin Blunt sagte im Anschluss, dass es eine „sehr gute“ Diskussion gewesen sei. Der Kreml begrüße zudem „den Wunsch der Parlamentarier, miteinander zu sprechen, denn nur im Dialog kann man Auswege aus jenen schwierigen Situationen suchen, in die wir zuweilen geraten“.

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    Tags:
    EU, Alexej Puschkow, Dmitri Peskow, Russland