03:50 26 Juni 2017
Radio
    Kämpfer aus der Gruppierung Dschaisch al-Islam in Syrien

    Ex-CIA-Beamter: An Genfer Syrien-Gesprächen nehmen Massenmörder teil

    © AFP 2017/ Amer Almouhibany
    Politik
    Zum Kurzlink
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
    0 82491394

    Kämpfer aus der Gruppierung Dschaisch al-Islam verletzen nicht nur den Waffenstillstand in Syrien, sondern haben vermutlich Massenmorde unter Einsatz von Chemiewaffen begangen. Deshalb nehmen Vertreter von Dschaisch al-Islam an den syrisch-syrischen Verhandlungen in Genf als Oppositionsvertreter teil.

    Wegen einiger Länder wie USA und Großbritannien hat die Uno Moskaus Initiative abgelehnt, diese Kämpfer auf die schwarze Liste zu setzen. Der ehemalige CIA-Mitarbeiter Steven Kelley glaubt, dass wegen der Weigerung des Westens, diese Kämpfer als Terroristen anzuerkennen, der gesamte Friedensprozess in Syrien auf der Kippe steht.

    Das US-Außenministerium erklärt, die Uno habe die Anerkennung dieser Gruppierung als terroristisch verweigert. Aber gerade die USA waren neben Großbritannien und Frankreich diejenigen, die am 11. Mai Russlands Initiative blockiert haben, die Gruppierungen Ahrar asch-Scham und Dschaisch al-Islam auf die Terroristenliste zu setzen. Und einen Tag später kam es zu einem Massaker in az-Zara im Süden der syrischen Provinz Homs, für den die Kämpfer aus der al-Nusra-Front und Ahrar asch-Scham verantwortlich waren. Darüber sollen Ahrar-asch-Scham-Kämpfer selbst berichtet haben.

    „Die Weigerung des Westens, Dschaisch al-Islam als terroristische Gruppierung anzuerkennen, gefährdet den gesamten Friedensprozess“, sagte dazu Kelley in einem Interview für RT.

    Vertreter dieser Gruppierung sollten nach seiner Auffassung nicht an den Genfer Gesprächen teilnehmen. „Das sind richtige Mörder, die die friedliche Bevölkerung nicht vertreten dürfen. Sie begehen immerhin Völkermord“, betonte er.

    So hat ein Einwohner der syrischen Stadt Adra, der aus der Gefangenschaft der Islamisten geflüchtet ist, der Nachrichtenagentur Sputnik über die al-Nusra- und Dschaisch-al-Islam-Terroristen berichtet. Nach seinen Worten hatten sie die Gefangenen ständig schikaniert und gefoltert, ohne eine Ausnahme für Frauen und Kinder zu machen.

    Themen:
    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)

    Zum Thema:

    Moskau erteilt Riad Ohrfeige „per Uno“ – Forderung: Terroristen klar definieren
    Moskau: USA übergeben Russland Koordinaten zu Waffenruhe ignorierender Terroristen
    Moskau: USA unfähig, syrische Oppositionelle zu Lossagung von Al-Nusra zu bewegen
    Lawrow: „Moderate“ syrische Opposition muss sich von Al-Nusra Front und IS abgrenzen
    Tags:
    Dschaisch al-Islam, Ahrar asch-Scham, Al-Nusra-Front, Großbritannien, Genf, Russland, USA