17:43 06 Dezember 2019
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    Dnipropetrowsk

    „Entsowjetisierung“ in voller Fahrt – Kiew benennt ostukrainisches Dnipropetrowsk um

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    Das ukrainische Parlament hat die Stadt Dnipropetrowsk in „nur“ Dnepr umbenannt. Dem Entwurf stimmten 247 Abgeordnete bei minimal erforderlichen 226 Stimmen zu.

    Die Umbenennung der Stadt, die nach dem ehemaligen Vorsitzenden des Obersten Sowjets der Ukrainischen Sowjetrepublik Grigori Petrowski benannt worden war, erfolgt im Rahmen der sogenannten „Dekommunisierung“ durch die Regierung in Kiew.

    Bei Bewohnern und örtlichen Behörden von Dnipropetrowsk stieß der Regierungsbeschluss allerdings auf Widerstand. Im Dezember 2015 hatte der Stadtrat die Rada bereits ersucht, den Stadtnamen beibehalten zu können: Man könne ja ab jetzt davon ausgehen, dass Dnipropetrowsk nach dem Heiligen Petrus benannt worden wäre.

    Zuvor war bekannt geworden, dass das ukrainische Parlament die Umbenennung von 76 Ortschaften in den von der Regierung nicht kontrollierten Donezker und Lugansker Republiken beschlossen hatte.

    Krim, Siedlung Ordschonikidse
    © Sputnik / Sergei Malgavko
    Am 9. April 2015 hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko das entsprechende Gesetz „Über die Verurteilung des kommunistischen und des nationalsozialistischen totalitären Regimes in der Ukraine und das Verbot der Propaganda ihrer Symbolik" unterzeichnet, laut dem über 900 Ortschaften in der Ukraine, deren Namen auf die Sowjetzeit zurückzuführen sind, umbenannt werden sollen. Nach Stand von Mitte Mai sind bereits etwa 700 Namen von Ortschaften verändert worden.

    Zudem sollen bis Ende Mai alle Denkmäler abgerissen werden, die berühmte  Persönlichkeiten der Sowjetperiode darstellen.

    Dnipropetrowsk hatte seinen aktuellen Namen 1926 erhalten, bis dahin hieß es Jekaterinoslaw.

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    Tags:
    Werchowna Rada, Dnipropetrowsk, Ukraine