23:08 21 Oktober 2018
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    Russlands Außenamtssprecherin: Dnipropetrowsks neuer Name – Zeugnis für Unwissenheit

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    Politik
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    Spricht man von der Dekommunisierung, so müsste Dnipropetrowsk wieder Jekaterinoslaw heißen, wie die offizielle Sprecherin des russischen Außenamtes den heutigen Beschluss des ukrainischen Parlaments kommentiert hat, Dnipropetrowsk in „Dnipro“ umzubenenen.

    „Wenn man sich schon an die ‚Dekommunisierung‘ erinnert, so sollte man zum ursprünglichen Namen ‚Jekaterinoslaw‘ zurückkehren“, schrieb Sacharowa heute auf ihrer Facebook-Seite. „Zumindest zu ‚Noworossisk‘“. „Das sind keine Abgeordneten, sondern 247 ungebildete Zombies“, wie Sacharowa die ukrainischen Parlamentarier charakterisierte.

    Bei einer Umfrage sollen laut der Nachrichtenagentur EADaily 90 Prozent der Einwohner von Dnipropetrowsk keine Umbenennung der Stadt gewollt haben. Unter den übrigen Namen sei „Dnipro“ – nach dem durch die Stadt fließenden Fluss Dnepr (ukrainisch: Dnipro) — besonders beliebt gewesen. Es habe auch Vorschläge gegeben, die Stadt fortan Sitscheslaw, Dniprowsk, Dnipropol, Kodak, Nowy Kodak oder Swjatoslaw zu nennen.

    Ursprünglich habe die Stadt zu Ehren von Zarin Katharina II. den Namen Jekaterinoslaw  getragen — von 1776 bis 1796 und dann wieder von 1802 bis 1926. Zwischen 1796 und 1802 hieß sie Noworossisk. 1926 sei sie dann in Dnepropetrowsk (ukrainisch: Dnipropetrowsk) umbenannt worden — eine Zusammensetzung aus „Dnepr“ und dem Nachnamen von Grigori Petrowski, einem sowjetischen Parteifunktionär und Staatsmann.

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    Maria Sacharowa, Dnepropetrowsk, Russland, Ukraine