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    Integration und Entwicklung der Krim-Region (294)
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    Die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die türkische Führung und Vertreter anderer Länder aufgerufen, mit dem Thema der Deportation der Krimtataren (1944 – Anm. d. Red.) nicht zu spekulieren und stattdessen auf die Krim zu kommen und die Situation auf der Schwarzmeer-Halbinsel vor Ort zu beobachten.

    „Der türkische Präsident und die Regierung sind eifrig bemüht, diese historische Tragödie zu benutzen, die in der Sowjetunion – und natürlich auch im heutigen Russland — verurteilt und für ungesetzlich und verbrecherisch erklärt wurde“, sagte Sacharowa am Donnerstag.

    Ihr zufolge hat Moskau umfangreiche Maßnahmen zur Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit gegenüber den Krimtataren beschlossen.

    „Wir empfehlen auch den türkischen Behörden und anderen Politikern in der ganzen Welt, die mit diesem Thema spekulieren, kein bedenkliches politisches Kapital daraus zu schlagen und stattdessen der Geschichte ihrer eigenen Staaten und den realen Prozessen, die auf der Krim vor sich gehen, gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Kommen Sie doch! Aus irgendwelchem Grund wollen Sie nicht zu uns kommen. Haben Sie Angst vor etwas? Wir warten auf Sie und wollen Ihnen alles zeigen und erzählen. Das wollen vor allem die Krimbewohner selbst“, so die Sprecherin.

    Zur verbotenen Medschlis des krimtatarischen Volkes sagte Sacharowa, diese Organisation habe sich durch ihre subversiven und extremistischen Aktivitäten diskreditiert. „Viele Politiker nehmen Kurs auf die Unterstützung der kleinen Gruppe von odiösen Anführern sowie von Strukturen bzw. Organisationen, so beispielsweise der Medschlis des krimtatarischen Volkes. Diese Struktur in ihrer heutigen Form hat seit langem das Vertrauen bei den Krimbewohnern eingebüßt und vertritt die Krimtataren in keiner Weise“, so Sacharowa. „Die Aktivitäten dieser Organisation sind  gerade gegen die gesamte Bevölkerung der Halbinsel gerichtet“, betonte die Diplomatin.

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    Tags:
    Deportation, Maria Sacharowa, Türkei, Krim