14:16 26 Oktober 2020
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    Auf der japanischen Insel Okinawa ist am Donnerstag der Mitarbeiter des US-Militärstützpunktes Kadena, Kenneth Franklin Shinzato, festgenommen worden: Er wird des Mordes an einer 20-jährige Japanerin verdächtigt, wie Reuters meldet. Das könne die Anti-US-Stimmung im Vorfeld des Besuchs von US-Präsident Barack Obama anheizen.

    Dem 32-jährigen US-Soldaten wird vorgeworfen, die Japanerin Rina Simabukuro zuerst getötet und dann ihre Leiche versteckt zu haben. Laut Medienangaben hat Shinzato den Mord bereits gestanden. Laut The Japan News soll er gegenüber der Polizei gesagt haben, er habe die Frau erwürgt und erstochen. Außerdem sollen in seinem Auto Blutspuren gefunden worden sein.

    Die junge Frau war seit dem 28. April vermisst worden. Nach Medienangaben hatte sie ihr Haus an dem Tag verlassen, nachdem sie einem Freund geschrieben hatte, sie mache einen Spaziergang. Als sie dann am nächsten Morgen immer noch nicht aufgetaucht war, rief der junge Mann die Polizei.

    Kurz nach den Ereignissen bestellte der japanische Außenminister Fumio Kishida die US-Botschafterin Caroline Kennedy ein, um ihr eine Protestnote zu übergeben. Der japanische Premier Shinzo Abe hat sich laut The Guardian ebenfalls empört gezeigt und soll sogar angedeutet haben, US-Präsident Barack Obama bei dessen Besuch nächste Woche zum G7-Gipfel in Japan zur Rede zu stellen.

    Laut Medienberichten war dies nicht der erste solche Fall auf Okinawa. 1995 wurde, so Reuters, ein 12-jähriges Mädchen von drei US-Militärs vergewaltigt, was ebenfalls große Proteste auslöste. Einen weiteren Fall gab es 2012, als zwei Marinesoldaten auf Okinawa festgenommen wurden: Sie sollen eine Einwohnerin vergewaltigt und ausgeraubt haben. Im März dieses Jahres ist ein US-Militärangehöriger wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Touristin auf der Insel Kyushu verhaftet worden. Der Verdächtigte bestreitet bislang seine Schuld.

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    Tags:
    Mord, Shinzo Abe, Barack Obama, Okinawa, Japan