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10:30 16 Juli 2019
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    Proteste gegen US-Militärstützpunkte auf Okinawa (Archivbild)

    Okinawa: US-Soldat gesteht Mord an Japanerin – Massenproteste vor US-Stützpunkt

    © AFP 2019 / Toru YAMANAKA
    Politik
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    Nach der Festnahme eines US-Soldaten, der den Mord an einer 20-jährigen Japanerin gestanden haben soll, finden heute vor der US-Militärbasis Kadena auf Okinawa Massenproteste statt, wie der japanische TV-Sender NHK berichtet.

    „Solange es hier (US-amerikanische — Anm. d. Red.) Militärbasen gibt, wird das immer wieder passieren“, so ein Demonstrant gegenüber dem TV-Sender.

    Dem 32-jährigen US-Soldaten wird vorgeworfen, die Japanerin Rina Simabukuro zuerst getötet und dann ihre Leiche versteckt zu haben. Laut Medienangaben hat Shinzato den Mord bereits gestanden. Laut The Japan News soll er gegenüber der Polizei gesagt haben, er habe die Frau erwürgt und erstochen. Außerdem sollen in seinem Auto Blutspuren gefunden worden sein.

    Die junge Frau war seit dem 28. April vermisst worden. Nach Medienangaben hatte sie ihr Haus an dem Tag verlassen, nachdem sie einem Freund geschrieben hatte, sie mache einen Spaziergang. Als sie dann am nächsten Morgen immer noch nicht aufgetaucht war, rief der junge Mann die Polizei.

    Laut Medienberichten war dies nicht der erste solche Fall auf Okinawa. 1995 wurde, so Reuters, ein 12-jähriges Mädchen von drei US-Militärs vergewaltigt, was ebenfalls große Proteste auslöste. Einen weiteren Fall gab es 2012, als zwei Marinesoldaten auf Okinawa festgenommen wurden: Sie sollen eine Einwohnerin vergewaltigt und ausgeraubt haben. Im März dieses Jahres ist ein US-Militärangehöriger wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Touristin auf der Insel Kyushu verhaftet worden. Der Verdächtigte bestreitet bislang seine Schuld.

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    Tags:
    US-Militärstützpunkt, Protest, Mord, Okinawa, Japan