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18:54 19 Oktober 2019
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    Nato-Truppen in Afghanistan

    Oppositionspolitiker: Frieden in Afghanistan erst nach Abzug der US-Truppen möglich

    © Flickr/ U.S. Army/Michael Sword
    Politik
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    Zum langersehnten Frieden in Afghanistan wird es erst kommen, wenn die Nato und die USA das Land verlassen, so Abdoul Haliq Karzai, Parlamentsabgeordneter und Chef des Oppositionsblocks „Front des nationalen Einverständnisses Afghanistans”.

    „Für Afghanistan besteht der wirksamste Weg, zumindest irgendwie die Situation zu verändern, darin, das militärische Abkommen mit den USA zu kündigen. Erst dann werden sie keine rechtlichen Gründe mehr haben, weiter im Land  zu verbleiben“, sagte Abdoul Haliq Karzai im Sputnik-Interview zu dem Vorhaben der Nato, ihre Truppen weiter in Afghanistan zu belassen.

    Bei dem US-Einsatz in Afghanistan stehen Russland, Indien und China als Endziel, fügte der Oppositionspolitiker hinzu.

    In Brüssel hatte am Mittwoch ein Treffen des Nato-Oberbefehlshabers in Afghanistan, John Nicholson, mit den Militärkommandos der Nato stattgefunden. Dem Vorsitzenden des Nato-Militärausschusses, General Petr Pavel, zufolge zeigten sich die meisten an der Regelung der Situation in Afghanistan teilnehmenden Nato-Vertreter einig, dass die Zahl der in Afghanistan stationierten Truppen unter den derzeitigen Bedingungen nicht verringert werden soll.

    Nach Sputnik-Angaben zählt die Nato-Mission in Afghanistan etwa 12.800 Soldaten, von denen 6900 der US-Armee angehören. Außerdem sind im Land etwa 2900 US-Militärangehörige stationiert, die eine Sondermission erfüllen, welche hauptsächlich auf den Kampf gegen den Terrorismus gerichtet ist.

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    Tags:
    NATO, Petr Pavel, Russland, USA, Afghanistan