06:08 21 September 2020
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    Moskau zeigt sich erstaunt über die Entscheidung der sogenannten „gemäßigten Opposition“ und der Anhänger der Terrorgruppierung Al-Nusra-Front, aus der Feuerpause in Syrien auszusteigen, wie der Leiter des syrischen Zentrums für Versöhnung, Sergej Kuralenko, am Dienstag mitteilte.

    „Verblüffend ist besonders die Tatsache, dass unter den Einheiten, die diese Erklärung (mit der Drohung, die Waffenruhe zu beenden – Anm. d. Red.) unterschrieben haben, sowohl Gruppierungen der von den USA kontrollierten gemäßigten Opposition, als auch mit der Al-Nusra-Front eng verbundene Gruppen sind“, so Kuralenko. 

    Am 22. Mai hatten laut Medienberichten fast 40 Rebellengruppen in Syrien mit einem Ende des Waffenstillstands gedroht, sollten die Regierungstruppen nicht ihre Angriffe auf jene Vororte von Damaskus einstellen, die von den Aufständischen kontrolliert werden. Russland bewertet dies laut Kuralenko als einen Versuch, die Schuld für einen Bruch der Feuerpause auf die Regierungstruppen abzuschieben. 

    Zuvor hatte Washington einen gemeinsamen Einsatz mit Russland zur Befreiung der IS-Hochburg Rakka abgelehnt: Die USA konzentrierten sich auf die „Versorgung und Stärkung örtlicher motivierter Kräfte“, die gegen den IS kämpfen könnten.

    Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause gilt nicht für die Terrormiliz Daesh, die Al-Nusra-Front und andere vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestufte Gruppen.

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    Tags:
    Feuerpause, Russland, USA, Syrien