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06:04 18 Oktober 2019
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    Ukrainische Pilotin Nadeschda Sawtschenko in Kiew

    Kreml: Putin begnadigt ukrainische Pilotin - Sawtschenko bereits in Kiew

    © REUTERS / Gleb Garanich
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    Streitfall Sawtschenko (38)
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    Russlands Präsident Wladimir Putin hat die in Russland inhaftierte ukrainische Pilotin Nadeschda Sawtschenko begnadigt, wie der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilt.

    Am Mittwochnachmittag ist auf der offiziellen Webseite des russischen Präsidenten der entsprechende Erlaß erschienen: „Hiermit wird die zuvor verurteilte Nadeschda Sawtschenko, geboren am 11. Mai 1981 in Kiew, begnadigt und von weiterer Haftverbüßung befreit. Der Erlaß tritt am Tag seiner Unterzeichnung in Kraft.“

    "Ich hoffe, dass solche Entscheidungen, getroffen aus Humanismus, zu einer Entspannung im Donbass beitragen werden", kommentierte Putin Sawtschenkos Begnadigung.

    Die Verwandten der im Donbass getöteten russischen Journalisten haben sich Peskow zufolge im März an Präsident Putin gewandt und ihn um eine Begnadigung für Sawtschenko gebeten. Der Präsident habe sich bei ihnen für diese Initiative bedankt.

    "Am 23. März haben sie den Leiter der Bewegung 'Ukrainische Wahl', Viktor Medwedtschuk, getroffen und sich danach  mit der Bitte an mich gewandt, Sawtschenko, die von einem russischen Gericht verurteilt worden war, zu begnadigen", sagte Putin bei dem Treffen mit den Verwandten der getöteten Journalisten. "Haben Sie vielen Dank dafür".

    Wie die Zeitung „Kommersant“ mitteilt, haben Russland und die Ukraine den Austausch bei dem nächtlichen Telefonat der Normandie-Vier in der Nacht auf Dienstag ausgehandelt.

    Am vergangenen Montag waren Jerofejew und Alexandrow von einem ukrainischen Gericht zu jeweils 14 Jahren Haft verurteilt worden. Den beiden wurde zur Last gelegt, an einer „aggressiven Kriegführung“ sowie der „Verübung von Terrorakten“ in der Konfliktregion Donbass beteiligt gewesen zu sein.

    Die Soldatin Sawtschenko war zuvor in Russland zu 22 Jahren Haft verurteilt worden. Ein russisches Gericht befand sie für schuldig, im Juni 2014 im Gebiet Lugansk das Artilleriefeuer auf eine Gruppe von Zivilisten gelenkt zu haben. Dabei wurden zwei russische Reporter – Igor Korneljuk und Anton Woloschin — getötet.

    Alexandrow und Jerofejew waren am 16. Mai 2015 während eines Gefechts in der Umgebung der Stadt Schtschastje (Gebiet Lugansk) vom ukrainischen Militär festgenommen worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte, dass die beiden Bürger Russlands seien, sie ihren Armeedienst jedoch schon längst quittiert hätten.

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