SNA Radio
    Ankara

    Ankara schmollt – und kauft keine US-Kampfdrohnen mehr

    © Flickr/ Jorge Franganillo
    Politik
    Zum Kurzlink
    16537
    Abonnieren

    Die Türkei will nun doch keine US-Angriffsdrohnen mehr kaufen, weil Ankara bestimmte Positionen des US-Kongresses nicht zusagen, wie die Agentur Anadolu mit Verweis auf den Vizeleiter des türkischen Departements für Rüstungsindustrie, Ismail Demir, meldete.

    Demir warf Washington konkret vor, bei der Bekämpfung des Terrorismus Ankara nicht ausreichend unterstützt zu haben.  

    „Während die Türkei als Nato-Verbündeter gegen den Terrorismus kämpft, tritt der US-Kongress oft gegen den Verkauf von Angriffsdrohnen und anderer Waffenarten an die Türkei auf. Ankara wird also keine Angriffsdrohnen mehr von den USA beziehen. Für uns ist das schon eine abgeschlossene Frage“, so Demir in einer Sitzung des Atlantischen Rates in Washington. 

    Als Gegenmaßnahme hatte Ankara bereits 2013 mit der Produktion eigener Kampfdrohnen begonnen.

    „Obwohl die Entwicklung derartiger Technologien eine gewisse Zeit braucht, haben wir schon ernsthafte Erfolge erzielt“, betonte Demir.

    Der Verzicht Washingtons, eine Reihe von Systemen militärischer Zweckbestimmung an Ankara zu übergeben, werde die Entwicklung der Rüstungsproduktion in der Türkei kaum stoppen, schloss er. 

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Notlandung einer US-Drohne in Türkei
    Türkisches Militär: Abgeschossenes Flugzeug war eine Drohne
    Türkei will eigene Nato-Raketenabwehr
    Nato-Radar-Flugzeuge sollen in die Türkei – gegen wen?
    Tags:
    Angriffsdrohnen, Atlantischer Rat, NATO, Agentur Anadolu, US-Kongress, Ismail Demir, Türkei, USA