17:26 25 Juni 2017
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow

    Südossetien-Referendum: Kreml enthält sich Kommentars zu Verlegung

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    Politik
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    Der Kreml enthält sich vorläufig jeden Kommentars zur Verschiebung des Südossetien-Referendums über einen Beitritt zu Russland ab, wie Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, am Freitag gegenüber Journalisten sagte.

    „Dazu muss man nicht uns fragen“, sagte Peskow in Bezug darauf, ob die Verlegung der Volksbefragung und der G7-Gipfel in Japan zufällig zeitlich zusammengefallen seien.

    Am 26. Mai verkündeten der Präsident Südossetiens, Leonid Tibilow, und der Parlamentschef Anatoli Bibilow, eine Verschiebung des für 2016 angesetzten Referendums. 

    „Geleitet von den langfristigen Interessen des südossetischen Volkes sowie dem Bestreben, eine stabile gesellschaftspolitische Lage in der Republik Südossetien zu gewährleisten, treten wir mit der gemeinsamen Erklärung auf, die Entscheidung des politischen Rates beim Präsidenten der Republik Südossetien vom 26. Mai 2016 über die Zweckmäßigkeit eines Referendums über die Eingliederung der Republik Südossetien in den Bestand Russlands im Jahr 2017, nach den Präsidentschaftswahlen in der Republik, zu unterstützen“, heißt es in der Erklärung. 

    In der Nacht zum 8. August 2008 hatten die georgischen Truppen die abtrünnige Provinz Südossetien angegriffen und einen Teil der Hauptstadt Zchinwal zerstört. Zum Schutz der Bürger, von denen viele auch russische Pässe besitzen, musste Russland zur Befriedung Georgiens eigene Truppen in die Region verlegen. 

    Abchasien, welches die Jurisdiktion von Tiflis nicht anerkannte, verdrängte die georgischen Truppen mittlerweile aus dem Kodori-Flußtal. Am 26. August 2008 erkannte Moskau die Souveränität beider Republiken an und nahm später auch diplomatische Beziehungen zu ihnen auf.

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    Tags:
    Beitritt, Verlegung, Referendum, Anatoli Bibilow, Leonid Tibilow, Dmitri Peskow, Abchasien, Südossetien, Russland
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