16:38 19 Januar 2020
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    Der türkische Staatschef Recep Erdoğan hat öffentlich erklärt, warum die Beziehungen seines Landes zu Russland und westlichen Staaten unter seiner Präsidentschaft schlechter geworden sind: Es sei nichts weiter als Rache an den Türken für die Eroberung des byzantinischen Konstantinopel (heute Istanbul) vor 563 Jahren.

    Turkisсher Präsident Recep Tayyip Erdogan und seine Frau Emine
    © REUTERS / Murat Cetinmuhurdar/Presidential Palace
    Die „Unfreunde“ wollten sich an der Türkei für die Einnahme des heutigen Istanbuls im Jahre 1453 rächen, verkündete Erdogan am Sonntag bei einer Riesenfeier zum Jahrestag der Eroberung der Christenmetropole. Doch „niemand ist dazu fähig, unser Land zu zerstören“, versicherte er weiter.

    „Nach der Einnahme von Istanbul haben sich die Türken in Anatolien und Thrakien niedergelassen und werden diesen Boden nicht aufgeben.“ Seine Nation habe „bereits vor 100 Jahren ihren Feinden eine würdige Abfuhr erteilt“, so der türkische Staatschef weiter. Bis 2023 wolle er aus der Türkei eine der zehn größten Wirtschaftsmächte weltweit machen.

    Er warf mehreren Staaten „schmutze Spiele“ und die Unterstützung von Terroristen in Syrien vor. „Was haben Russland und der Iran in Syrien zu suchen? Was machen amerikanische Soldaten mit terroristischen Abzeichen (Abzeichen der Kurdenmilizen – Anm. d. Red.) auf syrischem Boden“, fragte Erdogan. „Gewisse Akteure wollen die Türkei vom Nahen Osten und Nordafrika abschneiden.“

    Zuvor hatte Erdogan die USA wegen deren Unterstützung der Kurden scharf kritisiert. Anlass für die Empörung des türkischen Staatschefs waren Fotos von US-Soldaten, die auf ihren Uniformen Abzeichen der Kurdenpartei PYD trugen.

    Im Jahre 1453 war die Christenmetropole Konstantinopel durch islamische Osmanen erobert worden. Der 563. Jahrestag wurde am Sonntag im heutigen Istanbul mit großem Pomp gefeiert. Zu dem riesigen Fest sind Berichten zufolge eine Million Menschen gekommen.

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    Tags:
    Istanbul, Türkei