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01:41 18 Oktober 2019
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    Neue Nähe Ankara-Moskau? Russland reagiert skeptisch auf türkische Rettungsinitiative

    © AFP 2019 / Kirill Kudryavtsev
    Politik
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    Die Initiative der Türkei, eine Arbeitsgruppe zur Normalisierung der Beziehungen mit Russland zu schaffen, wird die Spannungen in den bilateralen Beziehungen nicht völlig lösen können. Nur die Regierung in Ankara kann das Problem lösen, wie aus dem Kreml verlautete.

    „Das kann nur die türkische Regierung tun, von der wir natürlich diejenigen Schritte erwarten, von denen Präsident Putin vor kurzem in Athen gesprochen hat“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

    Dabei meinte er vor allem eine Entschuldigungen sowie Entschädigung für den Abschuss des russischen Kampfjets und die Ermordung des russischen Piloten in Syrien im November 2015.

    „Präsident Putin hat unsere Position deutlich gemacht. Er sagte, dass sämtliche Kontakte, um Regelungsmöglichkeiten zu finden, natürlich gepflegt werden. Aber eine Arbeitsgruppe könne dieses Problem nicht lösen“. Alles hänge von der Regierung in Ankara ab. 

    Russlands Präsident hatte zuvor erklärt, dass Moskau die Beziehungen mit Ankara wieder herstellen möchte, jedoch konkrete Schritte von Ankara erwarte, darunter auch Entschuldigungen und eine Entschädigung für den Abschuss des russischen Kampfjets über Syrien. „Wir haben keine Entschuldigungen gehört. Es wurde keine Bereitschaft geäußert, den Schaden zu ersetzen“, sagte Putin noch vor einigen Tagen in Athen.  

    Die Beziehungen zwischen Moskau und Ankara stecken seit dem 24. November 2015 in der Krise, nachdem ein türkischer Kampfjet F-16 in Syrien einen russischen Su-24-Bomber abgeschossen hatte. Wladimir Putin nannte dies einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen“ und verfügte Maßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit sowie spezielle Wirtschaftsmaßnahmen gegen die Türkei.

     

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    Tags:
    skeptisch, Arbeitsgruppe, Initiative, Beziehungen, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Türkei, Russland