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10:31 22 September 2019
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    Nach „aggressiver Ukrainisierung“ auf Krim russische Sprache wieder voll präsent

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    Die Krim überwindet erfolgreich die Folgen der „aggressiven Ukrainisierung“ – die russische Sprache und Literatur sind in vollem Format in das Unterrichtsprogramm zurückgekehrt, wie Republikchef Sergej Aksjonow in Jalta erklärte.

    „Wir haben die Folgen der aggressiven Ukrainisierung erfolgreich überwunden. Die russische Sprache und Literatur sind wichtige Fächer in den Schullehrplänen geworden. Wir müssen in gemeinsamen Anstrengungen das Versäumte nachholen“, sagte Aksjonow beim 2. Liwadia-Forum, das den Problemen und Perspektiven der Russischen Welt gewidmet ist.

    Die Kiewer Behörden, so Aksjonow, hätten fast ein Vierteljahrhundert lang „zielgerichtet die russische Sprache und Literatur“ aus der Bildungssphäre „vertrieben“. Die Stundenzahl des Russisch-Unterrichts an den Schulen auf der Krim sei bis auf zwei pro Woche reduziert worden. Das Fach Russische Literatur sei aus den Lehrplänen gestrichen und die russische Literatur fortan der ausländischen zugeordnet worden. Die ukrainischen Lehrbücher hätten keiner Kritik standgehalten, so dass viele Lehrer insgeheim die alten sowjetischen weiter genutzt hätten.

    Aksjonow meint, dass die Lehrerkollektive neue Formen zur Erörterung aktueller gesellschaftspolitischer Probleme mit den Schülern und Studenten finden und neue Herangehensweisen zur Herausbildung einer aktiven Bürgerposition und eines patriotischen Bewusstseins bei ihren Schützlingen suchen sollten. „In diese Arbeit müssen sich die  patriotisch gestimmten gesellschaftlichen Organisationen aktiv einschalten“, betonte der Republikchef.

    Die Krim war im März 2014 – nach gut 22 Jahren in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel bei einem Referendum mehrheitlich dafür gestimmt hatte. Anlass für die Volksabstimmung war der nationalistisch geprägte Staatsstreich in Kiew im Februar 2014. Die gegenwärtige ukrainische Regierung erkennt die Abspaltung der Krim nicht an.

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    Tags:
    Krim, Ukraine