11:21 06 Dezember 2019
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    Stelvertretender Chef des Cinesischen Generalstabs, Sun Jianguo, bei der Sicherheitskonferenz Shangri-La Dialog 2016 in Sigapur

    China tritt erneut gegen US- Raketenabwehrsysteme in Südkorea auf

    © REUTERS / Edgar Su
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    China ist erneut entschieden gegen die Stationierung von US-amerikanischen THAAD-Raketenabwehrsystemen in Südkorea aufgetreten. Laut dem stellvertretenden Generalstabschef Sun Jianguo kann damit die strategische Stabilität in der Region gefährdet werden.

    Anfang März begannen die USA und Südkorea als Antwort auf die „provokativen Handlungen" Chinas Verhandlungen über eine mögliche Unterbringung US-amerikanischer THAAD-Raketenabwehrsysteme in der Region. Diese Pläne betrachtet China als Bedrohung seiner Sicherheit.

    „China tritt erneut entschieden gegen die Unterbringung von US-amerikanischen THAAD-Raketenabwehrsystemen in Südkorea auf, da eine solche Maßnahme die strategische Stabilität in der Region untergraben kann", zitiert das chinesische Verteidigungsministerium aus der Rede des stellvertretenden Chef des Generalstabs der Zentralen Militärkommission Sun Jianguo bei der Sicherheitskonferenz „Shangri-La Dialogue" in Singapur.

    Alle Länder im asiatisch-pazifischen Raum sollten Gelassenheit bei der Lösung der regionalen Probleme bewahren, den Frieden aufrechterhalten, freundliche Beziehungen und Vertrauen pflegen und Streitigkeiten durch politische Methoden beilegen, so Sun. Sie alle sollten sich nicht an die Mentalität des Kalten Krieges halten, sondern einen Dialog miteinander führen und die Zusammenarbeit stärken, die nicht gegen dritte Länder gerichtet werden solle.

    Anlässlich der Situation im Südchinesischen Meer betonte Sun, China beanstande entschieden die Klage, die die Philippinen vor dem internationalen Gerichtshof erhoben haben. Eine solche Handlung betrachte es als Verletzung des Völkerrechts.

    Die ostasiatischen Länder wie China, Japan, Vietnam und die Philippinen stehen im Konflikt miteinander in Bezug auf die Seegrenzen und Verantwortungszonen im Süd- und Ostchinesischem Meer. Laut China benutzen solche Länder wie Vietnam und die Philippinen bewusst die Unterstützung der Vereinigten Staaten, um die Spannung in der Region zu eskalieren.

    Im Januar 2013 hatten die Philippinen Ansprüche Chinas auf eine Reihe von Inseln im Südchinesischen Meer vor dem Internationalen Seegerichtshof einseitig angefochten. Peking lehnte aber die Möglichkeit der Lösung solcher Fragen vor dem internationalen Gerichtshof ausdrücklich ab.

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    Tags:
    Stationierung, Sicherheitskonferenz, Raketenabwehr, Verteidigungsministerium Chinas, USA, Südkorea, Philippinen, Japan, Vietnam, China