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    Lawrow kommentiert Weißbuch-Neufassung: Vor Abstimmung Pro und Kontra abwägen

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    Moskau hofft, dass die Bundesregierung das Pro und das Kontra abwägen wird, bevor sie Russland als Rivalen einstuft, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow mitteilte.

    „Erstens wird dieses Thema in EU-Dokumenten mit kleinen Abweichungen in diese oder jene Richtung bereits längst erörtert. Im Prinzip ist eine derartige Dämonisierung Russland zu einem Trend in der Europäischen Union geworden“, sagte Lawrow.

    Doch werde die Neufassung des Weißbuchs der Bundesregierung erst vorgelegt und sei noch nicht abgestimmt worden.

    „Ich hoffe, dass die Koalitionsregierung das Pro und das Kontra, und vor allem alle Fakten abwägt, die nicht als Vorbereitung einer Aggression seitens Russlands gegen die EU oder gegen die Nato interpretiert werden können. Aus meiner Sicht ist das einfach eine Anomalie. Die Verfasser des Berichtes folgten einfach dem EU-Trend in einer monopolaren Weltordnung, deren Tage bereits gezählt sind“, so Lawrow weiter.

    Der Minister betonte, Russland wolle „die Welt nicht in Freunde und Feinde teilen“.

    „Wir treten für Kooperation mit allen, die dazu bereit sind, auf Grundlage der Gleichberechtigung, gegenseitiger Achtung und gegenseitigen Nutzens ein“, schloss Lawrow.

    Laut der Fassung des neuen Weißbuches, aus dem am vergangenen Wochenende neben Der Welt auch weitere deutsche Medien zitierten, soll Russland nicht mehr als „Partner“, sondern als ein „Rivale“ der Bundesrepublik eingestuft werden. Diese Veröffentlichung löste in politischen Kreisen Moskaus heftige Negativreaktionen aus.

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    Tags:
    Kooperation, Rivalen, Weißbuch, Sergej Lawrow, Russland, Deutschland