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12:15 14 Oktober 2019
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    Pawlo Schebriwski, Chef der Donezker militärisch-zivilen Administration

    Poroschenkos Statthalter will Zentralrussland in die Ukraine „zurückholen“

    © Wikipedia / Expert777
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    Pawlo Schebriwski, Chef der „Exilregierung“ der ostukrainischen Kriegsregion Donezk, hat mehrere zentralrussische Gebiete als „urukrainisch“ bezeichnet und dazu aufgerufen, diese in die Ukraine „zurückzuholen“.

    „Über kurz oder lang müssen wir urukrainische Länder zurückholen: Kursk, Brjansk, Woronesch, Rostow und Krasnodar“, sagte Schebriwski am Dienstag. Dass diese Regionen nie ukrainisch waren, scheint den 54-jährigen Politiker nicht zu stören. Seinen Vorstoß begründete er damit, dass es in diesen Regionen, eine, wie er äußerte, „ukrainische Mentalität“ gebe.

    Schebriwski wurde im Juni 2015 vom ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zum Vorsitzenden der Donezker militärisch-zivilen Administration ernannt und ist damit der Gouverneur des von Kiew kontrollierten Teils des Gebietes Donezk. Weil die regionale Hauptstadt Donezk seit 2014 von der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ kontrolliert wird, residiert Schebriwski in Kramatorsk.

    Zuvor hatten bereits mehrere Kiewer Regierungsvertreter, darunter auch Staatschef Poroschenko, gedroht, die Krim in die Ukraine „zurückzuholen“. Die Schwarzmeerhalbinsel war im März 2014 — nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine — wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum dafür mehrheitlich gestimmt hatte. Die Regierung in Kiew erkennt die Abspaltung nicht an.

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    Woronesch, Kursk, Krasnodar, Donezk, Russland, Ukraine